Chinas ausländische Devisenreserven sind im Vergleich zum Vormonat um 0,7 Prozent beziehungsweise 22,7 Milliarden US-Dollar nach unten gegangen. Die Devisenreserven sind mit Ende September auf den Stand von 3,087 Billionen US Dollar gesunken, gab die Zentralbank am Sonntag bekannt.

Wang Chunying, der Sprecher der Staatlichen Devisenverwaltung, führte den Rückgang auf eine Reihe von Faktoren zurück, darunter die Währungsumrechnung und die Veränderung der Vermögenspreise. „Anleihen nehmen in der Regel einen Großteil der Devisenreserven vieler Länder ein“, sagte Zhao Qingming, der Chef-Ökonom für das Derivat-Institut der „China Financial Futures Exchange“. Die Zinserhöhung der FED hat weltweit zu einem Rückgang der Anleihepreise geführt. Das hat auch die Neubewertung der chinesischen Devisenreserven beeinflusst.“

Zusätzlich hat auch der japanische Yen um über zwei Prozent nachgegeben. Das hat zu Abschreibungen auf die Yen-Vermögenswerte geführt, die China mit seinen Devisenreserven hielt. Ausgehend von Zhaos Schätzungen haben Chinas Devisenreserven aufgrund der Abschwächung des Yen rund 10 Milliarden US-Dollar an Buchwert verloren. Guan Tao, ein leitender Wissenschaftler an Chinas „Finance 40 Forum“ sagte, die Verluste hätten nur einen kleinen Einfluss auf den praktischen Wert der chinesischen Devisenreserven, sofern China diese Vermögenswerte nicht ausverkaufen sollte. Obwohl die externe Geschäftsumgebung immer noch viele Unsicherheiten zeigt, werden die stabilen Fundamente der chinesischen Wirtschaft eine solide Grundlage für eine gleichmäßig verlaufende Operation am chinesischen Markt für Devisenhandel sorgen, sagte Wang. Wang sagte darüber hinaus auch voraus, dass Chinas Devisenreserven aufgrund der kombinierten Auswirkungen von in- und ausländischen Faktoren stabil bleiben dürften.