Die erste Chinesische Importmesse findet bereits in einem Monat statt. Als Gastgeber der Veranstaltung erreichte Shanghai nun die letzte Phase seiner Vorbereitungen. Derweil erreichen Produkte aus der ganzen Welt die Stadt.

Die Chinesische Importmesse (CIIE) ist die erste Messe im Land, von der erwartet wird, dass sie die Handelsliberalisierung und die Globalisierung der Wirtschaft unterstützt und aktiv den chinesischen Markt für die Welt öffnet, heißt es auf der offiziellen Webseite der Veranstalter. Insgesamt 2.800 Unternehmen aus allen G20-Staaten sowie aus 50 Ländern und Regionen entlang des Gürtel- und Straßenkorridors nehmen an ihr teil. Von den 44 am wenigsten entwickelten Ländern der Welt sind über 30 dabei.

Shanghai hat verschiedene Testdurchläufe gestartet, die Infrastruktur der Stadt verbessert und Freiwillige ausgebildet, um die Bedürfnisse des bevorstehenden Ereignisses zu erfüllen. Im Nationalen Ausstellungs- und Kongresszentrum, wo die CIIE stattfindet, führte der Veranstalter am Donnerstag eine umfassende Probe mit verschiedenen Szenarien durch.

Die Stadtverwaltung renovierte die Straßen rund um das Kongresszentrum und entwickelte Handy-Anwendungen, um den Verkehr in der Umgebung besser zu steuern. Shanghai hat außerdem den öffentlichen Verkehr mit acht Buslinien ergänzt und 100 Ersatzbusse vorbereitet.

Die 20 Kilometer lange Uferpromenade am Huangpu sowie vier Brücken schmücken nun Lichtdekorationen. In ganz Shanghai wurden hunderttausende Töpfe mit Blumen verteilt. 5000 Freiwillige wurden ausgebildet, damit sie verschiedene Dienstleistungen anbieten können wie zum Beispiel Übersetzungen.

Mit dem Näherrücken der Veranstaltung sind nun auch die ersten Waren von ausländischen Ausstellern bei den lokalen Zollbehörden angekommen. Shanghai öffnete grüne Kanäle, wodurch die Zeit für das Entladen und das Verstauen der Güter in lokalen Lagerhäusern deutlich verkürzt wurde. Bislang sind Produkte von schätzungsweise 1500 Aussteller auf dem chinesischen Festland angekommen. Waren von über tausend weiteren werden noch erwartet.

Chinesische Unternehmen geben der Veranstaltung ein großes Potenzial, um Importe zu fördern. "Wir erwarten, dass wir während der CIIE mindestens 1000 Produkte und Dienstleistungen importieren, die noch nicht auf dem Inlandsmarkt verkauft werden", sagte Wang Zhe, Parteichef des chinesischen Handelskonzerns Suning Holdings Group. „In den nächsten drei Jahren planen wir, Waren im Wert von 10 Milliarden Euro zu importieren.“

Laut Liang Feng, Präsident des Chinesischen Verbands der Verkäufer von Maschinen und technischen Dienstleitungen, werde die CIIE erleben, wie acht führende Unternehmen der Werkzeugmaschinenindustrie ein Dutzend neuer Produkte in China zum ersten Mal auf den Markt bringen. Über hundert neue Produkte und Technologien werden voraussichtlich auf der Messe vorgestellt.

43 afrikanische Länder haben ihre Teilnahme an der Messe angekündigt. Laut Angaben der Organisatoren werden rund 190 Unternehmen aus Afrika lokale Produkte bewerben. Darunter sind ägyptische Datenpalmen, äthiopischer Kaffee und südafrikanischer Amarula.