Chinas über die Jahre akkumulierten direkten Auslandsinvestitionen belegten Ende 2017 mit 1,8 Billionen US-Dollar weltweit den zweiten Platz.

Investitionen in etliche Industrien und Länder

Chinas akkumulierte direkte Auslandsinvestitionen, das sogenannte „Outbound Direct Investment“ (ODI), erreichten bis Ende 2017 über 1,8 Billionen US-Dollar und belegten damit laut einem offiziellen Bericht weltweit den zweiten Platz.

„China hat weltweit in 189 Ländern und Regionen investiert, wobei das akkumulierte ODI 5,9 Prozent der weltweiten Gesamtinvestitionen ausmacht", sagte Zhang Xingfu vom chinesischen Handelsministerium.

Der gemeinsam vom Handelsministerium, dem Nationalen Statistikamt und dem Staatlichen Devisenamt veröffentlichte Bericht zeigt auch, dass Chinas direkte Auslandsinvestitionen allein im Jahr 2017 158,29 Milliarden US-Dollar erreicht haben und China damit weltweit nach den USA und Japan an dritter Stelle steht. Im Vergleich zum Vorjahr sank das Volumen jedoch um 19,3 Prozent und fiel damit erstmals seit 2003 wieder.

Die chinesischen Behörden haben die Überprüfung der Echtheit der ODIs seit Ende 2016 verstärkt, insbesondere für Projekte, bei denen es nicht um die Realwirtschaft ging oder die den Umweltschutz, Energieverbrauch oder die Sicherheit vernachlässigten.Zhang sagte, dass eine solche Überprüfung den Anlegern ein rationales und reiferes Bild gebe und zur Verbesserung der Struktur von ODIs beitrage.Chinesische Unternehmen würden weiterhin in Übersee investieren, sagte Zhang und fügte hinzu, dass China eine gegenseitig förderliche Entwicklung mit den Gastländern und den Menschen erreichen und das globale Wirtschaftswachstum fördern wolle.Darüber hinaus waren die chinesischen Auslandsinvestitionen in Industriesektoren laut dem Bericht sehr vielfältig. Investitionen in sechs Sektoren machten 86,3 Prozent der gesamten chinesischen Auslandsinvestitionen aus. Dabei handelte es sich um die Bereiche Leasing und Unternehmensdienstleistungen, Groß- und Einzelhandel, Software und Informationstechnologie, Finanzen sowie Bergbau und Fertigung. Die chinesischen Investitionen in Europa und Afrika stiegen 2017 um mehr als 70 Prozent. Erstere erreichten dem Bericht zufolge mit 18,46 Milliarden Dollar einen neuen Rekordwert. Im selben Zeitraum entfielen mehr als 12 Prozent der chinesischen ODIs auf Investitionen in Länder entlang der Seidenstraßeninitiative - 31,5 Prozent mehr als im Vorjahr.