Im US-Wahlkampf nutzte der jetzige Präsident Donald Trump den Slogan „Make America Great Again“, mit dem er seine protektionistische Politik beschrieb, die nur auf Vorteile für die USA zielt. Der von ihm entfachte Handelskrieg wird dabei allerdings nicht helfen, sondern ganz im Gegenteil zu enormen Verlusten in den USA und möglicherweise weltweit führen.

US-Präsident Donald Trump sagte am Freitag, dass er bereit sei, kurzfristig weitere Zölle für chinesische Waren im Wert von 267 Milliarden Dollar zu verhängen, zusätzlich zu den bereits vorgeschlagenen Zöllen für chinesische Importe von 200 Milliarden Dollar, die seine Regierung gerade finalisiere. Das bedeutet, dass Trump droht, den Handelskonflikt zwischen den USA und China in einen ausgewachsenen Handelskrieg zu verwandeln.

Die USA haben China schon seit langer Zeit ein aggressives wirtschaftliches Verhalten vorgeworfen. Der im Juni veröffentlichte Bericht des Weißen Hauses hat diese Anklage im Detail aufgeklärt. Die politische Intention der USA, die Theorie von einer angeblichen chinesischen Bedrohung zu propagieren, ist klar: Sie wollen eine einseitige und protektionistische Politik umsetzen und die Handelsinteressen zwischen China und den USA verschärfen, um China zu schaden.

Washington behauptet, Beijing habe sechs ökonomische Aggressionspolitiken auf den Weg gebracht, die die US-Wirtschaft und die nationale Sicherheit untergraben und die globale Wirtschaft und das innovative System bedrohen. Diese Richtlinien zielen laut den USA darauf ab, den heimischen Markt zu schützen, den Anteil Chinas am globalen Markt auszuweiten, die natürlichen Ressourcen zu kontrollieren, die traditionelle Fertigungsindustrie zu dominieren, Schlüsseltechnologien und geistiges Eigentum aus anderen Ländern zu erwerben und die aufstrebende Hochtechnologie-Industrie zu fördern. Die USA werfen China zudem vor, mit Hilfe einer "verzerrten" Industriepolitik geistiges Eigentum gestohlen und die aufstrebende Industrie entwickelt zu haben.

Seit Beginn der Reform und Öffnung vor vier Jahrzehnten ist China Teil der globalen Arbeitsteilung und hat das Outsourcing von Produktionseinheiten aus Industrieländern erleichtert. Es kann jedoch nicht erwartet werden, dass sich China ausschließlich auf die arbeitsintensive Produktion im Niedriglohnbereich konzentriert, während die Entwicklung von Hochtechnologie-Industrien vernachlässigt wird. So hat China sein schnelles Wirtschaftswachstum und seinen technologischen Fortschritt genutzt, um seine Industriestruktur weiterzuentwickeln.Ist es eine wirtschaftliche Aggression? Und wenn das so ist, haben die USA über Jahrzehnte nicht dieselbe Politik betrieben?

China hat den Schutz des geistigen Eigentums durch den Erlass eines soliden Gesetzes verstärkt und die Möglichkeiten der Strafverfolgung verbessert. Letztes Jahr zahlte China den USA 7,13 Milliarden US-Dollar an Lizenzgebühren für geistige Eigentumsrechte, was 25 Prozent der gesamten derartigen Gebühren ausmachte. China hat diese Maßnahmen ergriffen, um die Rechte des geistigen Eigentums besser zu schützen und, was genauso wichtig ist, zu einer innovationsgetriebenen Wirtschaft zu werden.

Die USA werfen China auch vor, technische Informationen zu sammeln und Talente zu gewinnen. Aber das sind normale Aktivitäten für jedes Land.

In den vergangenen vier Jahrzehnten hat China die Marktwirtschaft gefördert, den Schutz der Rechte am geistigen Eigentum gestärkt und die Regierungsführung und Gesetze verbessert, die es sowohl chinesischen als auch ausländischen Unternehmen, einschließlich US-Unternehmen, erleichtert haben, Geschäfte im Land zu tätigen. Handelsbeziehungen zwischen China und den USA spielen eine Schlüsselrolle in den Beziehungen der beiden Länder. Der bilaterale Handel ist von weniger als 2,5 Milliarden Dollar im Jahr 1979 auf 583,7 Milliarden Dollar im Jahr 2017 gestiegen. Im vergangenen Jahr exportierten die USA Waren im Wert von 130,37 Milliarden Dollar nach China, was 8,4 Prozent ihrer gesamten Exporte ausmachte. Und seit 2016 hat China freiwillig die Zölle auf Tausende von steuerpflichtigen Posten gesenkt und den jährlichen Zollsatz der Meistbegünstigung von 15,7 Prozent auf 6,9 Prozent gesenkt.

Sicherlich haben US-Investitionen Kapital und fortschrittliche Managementkonzepte nach China gebracht und Arbeitsplätze geschaffen. Aber diese Investitionen haben auch enorme Gewinne für die amerikanischen Investoren gebracht. So überstiegen die Verkaufserlöse von US-amerikanischen Unternehmen in China im Jahr 2016 600 Milliarden US-Dollar. Chinas Direktinvestitionen in den USA überstiegen 100 Milliarden US-Dollar und trugen damit zu Wirtschaftswachstum, Beschäftigung und Steuereinnahmen bei.

Es ist wahr, dass die chinesisch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen vor großen Herausforderungen stehen. Aber es wäre unfair, alle wirtschaftlichen Probleme der USA China zuzuschreiben.

Wie Präsident Xi Jinping sagte, ist eine gute chinesisch-amerikanische Beziehung nicht nur für die beiden Länder und ihre Bürger von Nutzen, sondern auch für die ganze Welt. Und Kooperation ist die einzige und richtige Wahl für China und die USA.

Daher wird ein Handelskrieg mit China Trump nicht helfen, „Amerika wieder groß zu machen". Stattdessen könnte es zu großen Verlusten auf beiden Seiten führen.