Aus einer Studie der Federal Reserve Bank of Atlanta geht hervor, dass ein Fünftel aller US-Unternehmen aufgrund von Bedenken gegenüber der gegenwärtigen Zollpolitik ihre Investitionspläne auf den Prüfstand stellen oder ein beabsichtigtes Engagement in die Warteschleife schicken.

Die sogenannte “Survey of Business Uncertainty” zeigt, dass Unternehmen der Fertigungsindustrie größere Bedenken tragen als Dienstleister. 25 Prozent der Firmen aus dem Fertigungsbereich und 28 Prozent aller Einzel-, Großhandels-, und Logistikunternehmen überdenken gegenwärtig ihre Investitionspolitik.

Rund zwei Drittel der Unternehmen überarbeiten ihre Investitionspläne für das Jahr 2018/2019, während 31 Prozent dazu entschlossen sind, Investitionen zu verschieben und neun Prozent sogar ganz auf eine Umsetzung ihrer Pläne verzichten wollen.

Die Bank geht davon aus, dass die von den USA auf Importgüter erhobenen Zölle zu einer Kostensteigerung bei Rohstoffen führen werden, und dass die Gegenmaßnahmen der Handelspartner einen Rückgang der amerikanischen Exporte bewirken. Diese handelspolitischen Ungewissheiten zwingen viele amerikanischen Unternehmen dazu, Investitionen aufzuschieben und sich in eine Warteposition zu begeben.

Die Studie weist darauf hin, dass der gegenwärtige negative Einfluss der Handelsstreitigkeiten auf das Investitionsverhalten der amerikanischen Unternehmen vor allem im Bereich des produzierenden, sehr kapitalintensiven Gewerbes spürbar ist. Angesichts der möglichen Eskalation im Handelskrieg könne sich dieser Negativtrend, so die Studie, weiterhin massiv fortsetzen.