Voraussichtlich angetrieben durch die Sommerferien und der robusten Konsumkraft der chinesischen Verbraucher sind die Indizes für Verbraucher- und Erzeugerpreise im Juli im Jahresvergleich deutlich gestiegen. Sie liegen aber immer noch in einem akzeptablen Bereich und der Jahresdurchschnittswert wird voraussichtlich nicht außergewöhnlich sein.

Chinas Verbraucherpreisindex (VPI), ein wichtiger Inflationsindikator, stieg im Juli um 2,1 Prozent im Vergleich zum Juli letzten Jahres. Damit übertraf er zwar die erwartete Marke von 1,9 Prozent, liegt jedoch immer noch unter dem Akzeptanzwert von 3 Prozent.

Analysten sagen, dass die widerstandsfähige Konsumkraft und die konzentrierte Reisenachfrage in den Sommerferien zu diesem Monatswert geführt hätten. Für den jährlichen Durchschnitt erwarten sie aber trotz der eskalierenden Handelsfehde mit den USA und den weltweiten Handelsspannungen einen niedrigeren Wert.

Chinas Index der Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte (PPI), welcher die Kosten für Güter in der Produktion misst, stieg diesen Monat um 4,6 Prozent im Vergleich zum letzten Juli, wie das Nationale Statistikamt (NSB) am Donnerstag mitteilte. Das Juliwachstum ist vergleichbar mit dem 4,7-prozentigen Anstieg im Juni. Laut Sheng Guoqing vom NSB beträgt der Carryover-Effekt im aktuellen PPI-Anstieg 3,9 Prozent.

Im Monatsvergleich stiegen die Preise für Erzeuger diesen Monat um 0,1 Prozent, wie das NSB mitteilte. Die Fabrikpreise von Produktionsmaterialien stiegen um 6 Prozent im Jahresvergleich und machen damit 4,5 Prozent des gesamten PPI-Wachstums aus. Für Konsumgüter stiegen die Fabrikpreise im Jahresvergleich um 0,6 Prozent.

In den Industriesektoren legten die Preise für Öl- und Naturgasförderung im Jahresvergleich um 42,1 Prozent zu, was 9,4 Prozentpunkte schneller als im Vormonat ist. Öl, Kohle und andere Brennstoffe stiegen um 24,6 Prozent in den Erzeugerpreisen. Für das Schmelzen und Pressen von Eisen und Nichteisenmetallen stieg der Erzeugerpreis langsamer.