Der chinesische Staatsrat hat am Dienstag eine Erklärung veröffentlicht, in welcher er die Einrichtung flächendeckender grenzüberschreitender E-Commerce-Pilotzonen in 22 Städten des Landes beschließt.

Die E-Commerce-Pilotzonen befinden sich in Beijing, Hohhot, Shenyang, Changchun, Harbin, Nanjing, Nanchang, Wuhan, Changsha, Nanning, Haikou, Guiyang, Kunming, Xi'an, Lanzhou, Xiamen, Tangshan, Wuxi, Weihai, Zhuhai, Dongguan und Yiwu.

Somit hat sich die Zahl der flächendeckenden grenzüberschreitenden E-Commerce-Pilotzonen in China von 13 auf 35 erhöht, und zwar in großen Städten der ersten und zweiten Kategorie.

Das Transaktionsvolumen der flächendeckenden Pilotregionen im grenzüberschreitenden E-Commerce habe sich das zweite Jahr in Folge verdoppelt, sagte ein Sprecher der Außenhandelsbehörde im Handelsministerium.

Dies sei ein neuer Höhepunkt der Innovation und Entwicklung des Außenhandels in China, ein neuer Motor der wirtschaftlichen Transformation und Modernisierung, eine neue Plattform für Innovation und Unternehmertum sowie ein neuer Bote für den Ausbau der „Belt and Road“-Initiative, sagte der Sprecher.

Im März 2015 veröffentlichte der Staatsrat ein Dokument, das die Errichtung der ersten Pilotregion in Hangzhou in der Provinz Zhejiang genehmigte. Seitdem wurden 12 Pilotzonen in Tianjin, Shanghai, Chongqing, Hefei, Zhengzhou, Guangzhou, Chengdu, Dalian, Ningbo, Qingdao, Shenzhen und Suzhou eingerichtet, um die Exportentwicklung stärker zu unterstützen.

Verglichen mit den ersten 13 Städten haben die 22 neu hinzugekommenen die Reichweite der Pilotzonen auf Chinas zentrale, westliche und nordöstliche Regionen ausgedehnt. Shenyang, Changchun und Harbin bilden die nordöstlichen Städte, während die mittleren und westlichen Städte fast die Hälfte betragen.

Die Internetwirtschaft bietet eine seltene Gelegenheit für Chinas kleine und mittlere Unternehmen, sagte Zhu Qiucheng, Forscher am E-Commerce Forschungszentrum der Tageszeitung National Business Daily.

Das Potenzial sei enorm für die unterentwickelten zentralen und westlichen Regionen, in denen Chinas Industrien sich schnell verändern, sagte Zhu.

Chinas grenzüberschreitender E-Commerce-Handel (einschließlich Einzelhandel und B2B) erreichte laut iiMedia Research, einer Unternehmensberatung für die mobile Internetbranche, im vergangenen Jahr 7,6 Billionen Yuan (959 Milliarden Euro). Schätzungen zufolge wird das Handelsvolumen in diesem Jahr neun Billionen Yuan (1,14 Billionen Euro) betragen.