Die US-amerikanische Homesharing-Plattform Airbnb hat ihren Plan zur Bereitstellung von Unterkünften auf der Großen Mauer von Badaling bei Beijing beendet, weil Bedenken bestanden, dass die alte Struktur beschädigt werden könnte.

Das Unternehmen sagte am Dienstag, dass es aus Respekt vor der öffentlichen Meinung nicht mit dem ursprünglichen Plan fortfahren werde, obwohl die Veranstaltung – bekannt als „Nacht an der Großen Mauer“ – von den zuständigen Stellen genehmigt worden sei.

Das Unternehmen sagte, es wolle nicht von dem Ziel ablenken, „menschliche Verbindungen“ zu verbessern, sagte aber nicht, ob die Veranstaltung irgendwo in der Nähe stattfinden wird.

Doch die Kulturkommission im Bezirk Yanqing in Beijing, welche die Große Mauer von Badaling beaufsichtigt, gab am Montag eine Erklärung heraus, in der es hieß, sie habe nichts von der Veranstaltung gewusst und keine Genehmigung erteilt.

Eigenen Angaben zufolge unterstützt die Kommission solche Aktivitäten nicht, weil sie nicht zum Erhalt des kulturellen Erbes beitragen. Sie zitierte mehrere Gesetze und Regeln zum Schutz von Kulturdenkmälern.

Die Veranstaltung verursachte einen Aufruhr im Internet, nachdem chinesische Netizens Bedenken über mögliche Schäden an der alten militärischen Festung geäußert hatten.

Das Unternehmen kündigte die Veranstaltung erstmals am Donnerstag auf seiner Webseite an. Es bot im September Übernachtungsmöglichkeiten für einen Airbnb-Nutzer und einen Begleiter in einem „Zimmer“, das in einem Fackelturm auf der Großen Mauer von Badaling eingerichtet werden sollte. Der Raum werde mit einem Badezimmer ausgestattet sein, hieß es.

Das Unternehmen hat ähnliche Aktivitäten in einer Reihe von Ländern durchgeführt, darunter auf einem Riff im Great Barrier Reef in Australien und auf Schloss Bran, auch als „Draculaschloss“ bekannt, in Rumänien.