Xu Chaofan ist ehemaliger Leiter der Zweigstelle Kaiping der Bank of China in der Provinz Guangdong. Nun sei er von den Vereinigten Staaten nach China zurückgekehrt. Er werde dort wegen Unterschlagung und Korruption vor Gericht gestellt, teilte die Zentrale Kommission für Disziplininspektion der Kommunistischen Partei Chinas am Mittwoch mit.

Sie sagte, zwei Milliarden Yuan (257 Millionen Euro) von Xus erschlichenem Vermögen seien sichergestellt worden.

"Die erfolgreiche Überführung gilt als wichtiger Erfolg der chinesisch-US-amerikanischen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Antikorruptions-Gesetzesvollstreckung", sagte die Kommission in der Bekanntmachung.

"Er ist der erste korrupte Flüchtling, der in die Heimat zurückgebracht worden ist, seit die Staatliche Überwachungskommission (im März) eingerichtet wurde."

Xu wird Korruption und die Unterschlagung von 485 Millionen US-Dollar (415 Millionen Euro) Bankvermögen vorgeworfen. Er war 2001 in die USA geflohen. Interpol hatte eine Rote Notiz für seine Ergreifung ausgesprochen.

Xu wurde 2003 von den Justizbehörden der USA verhaftet. 2009 wurde er von einem Gericht in Las Vegas wegen Betrugs und Geldwäsche zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt.