Auf einer Exekutivsitzung des Staatsrates unter Vorsitz von Ministerpräsident Li Keqiang wurden am Mittwoch Maßnahmen zur Importförderung beschlossen, die dazu dienen sollen, die Qualität der Industrieproduktion zu erhöhen und den Konsumwünschen der Verbraucher besser entsprechen zu können.

Diese Maßnahmen sollen Chinas Win-Win-Strategie der Öffnung fördern. Eine Ausweitung der Importe unter Wahrung der Stabilität der Exportwirtschaft wird zu einer Verbesserung der Qualität der Binnennachfrage führen.

Die chinesische Regierung legt großen Wert auf eine Steigerung der Importe. Im Arbeitsbericht der Regierung vom März legte Li dar, dass China aktiv den Import ausbauen wird und Zölle auf Automobile und Dinge des täglichen Bedarfs senken will, um eine Modernisierung der Industrie, eine ausgewogenere Entwicklung des Handels und eine größere Vielfalt des Warenangebotes für den Endverbraucher zu fördern.

China hat seit der Reform und Öffnung bemerkenswerte Fortschritte im Außenhandel gemacht. Seit neun aufeinanderfolgenden Jahren ist China der weltgrößte Exportnation und der zweitgrößte Warenimporteur der Welt. Gegenwärtig führt kein anderes Land soviel Rohstoffe für die Energiewirtschaft ein wie China.

"Der Ausbau der Importe ist für die Beibehaltung des Freihandels unbedingt erforderlich. Dabei sollten Güter des täglichen Bedarfs und Dienstleistungen im Mittelpunkt stehen,” sagte Li. “Unser noch unzureichender Handel mit Dienstleistungen soll zum Auslöser für eine Verbesserung des Dienstleistungssektors werden.”

Auf der Sitzung kam man darüber ein, den Import von Gütern des täglichen Bedarfs, Arzneimittel, Pflege- und geriatrische Hilfsmittel zu fördern, um so einer hohen Nachfrage zu entsprechen und die Qualität der Konsumgüter zu erhöhen. Die Regierung wird Zölle auf bestimmte Waren reduzieren und deren Einfuhr erleichtern, so dass die Verbraucher davon unmittelbar profitieren können.

Der Handel mit modernen Dienstleistungen soll ausgebaut und der Import von Dienstleistungen im Produktionsbereich wie Forschung und Entwicklung, Logistik, Consulting, Energieeinsparung und Umweltschutz gefördert werden.

Duty-free Shops sollen in den Genuss einer breiteren Angebotspalette kommen, und ihren Kunden ein umfassenderes Kauferlebnis bieten können. Die verstärkte Einfuhr von Anlagen und Maschinen soll der Entwicklung der heimischen Industrie zugute kommen.