US-Präsident Donald Trump hat am gestrigen Sonntag gesagt, dass Washington und Beijing gemeinsam bemüht seien, den chinesischen Telekommunikationsausrüster ZTE, der gegenwärtig unter den Folgen amerikanischer Ausfuhrbeschränkungen leide, wieder ins Geschäft zu bringen.

Beide Seiten "arbeiten zusammen, um dem bedeutenden chinesischen Telekommunktionasunternehmen ZTE rasch den Weg zurück auf den Markt zu ebnen," schrieb Trump in einem Tweet. Er fügte hinzu, dass er das US-Handelsministerium angewiesen habe, "die Sache zu erledigen."

Nach einem vom US-Handelsministerium Mitte April ausgesprochenen Verbots für amerikanische Firmen, ZTE mit Komponenten zu beliefern, sah sich das Unternehmen – eines der weltgrößten Hersteller von Telekommunikationsausrüstung – gezwungen, seine Geschäftsaktivitäten auf dem Weltmarkt einzustellen.

Nachdem die Ausfuhrbeschränkungen in Kraft gesetzt worden waren, hatte ZTE Gespräche mit allen beteiligten Seiten angekündigt, um eine Lösung des Problems zu finden. Dabei wurde von Seiten des Unternehmens die Bereitschaft hervorgehoben, sich einschlägigen Exportbestimmungen unterwerfen zu wollen.

Die chinesische Öffentlichkeit und Politik betrachtet Wohl und Wehe des Unternehmens, das weltweit etwa 70.000 Menschen beschäftigt, mit großer Betroffenheit. Der Vorfall hat in China unter anderem eine umfassende Diskussion über die dringende Notwendigkeit ausgelöst, eine eigene Chip-Industrie aufzubauen.

Während der letzten chinesisch-amerikanischen Handelsgesprächen Ende April, Anfang Mai in Beijing hatte die chinesische Seite "ernsthafte Bedenken" in dieser Sache vorgetragen.

Nach Angaben eines Sprechers des chinesischen Handelsministeriums habe die US-Delegation Verständnis signalisiert und versprochen, Präsident Trump den Sachverhalt vorzutragen.

Das ZTE betreffende Verbot gefährde auch Arbeitsplätze und Steueraufkommen bei amerikanischen Zuliefererfirmen des Unternehmens.