Ein „Handelskrieg“ zwischen China und den Vereinigten Staaten wäre verheerend für die Weltwirtschaft. Konstruktive Ansätze sind notwendig, um Handelskonflikte zu lösen, heißt es in einem gemeinsamen Bericht, der am Samstag von chinesischen und US-amerikanischen Think Tanks veröffentlicht wurde.

Ein echter „Handelskrieg“ zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt wäre für die arbeitende Bevölkerung beider Länder verheerend und für die Zukunft der gesamten Weltwirtschaft zerstörerisch, heißt es in dem Bericht des China Finance 40 Forum und des Peterson Institute for International Economics (PIIE).

Die Kosten eines Konflikts würden die derzeitigen Ursachen des Konflikts in den Wirtschaftsbeziehungen zwischen China und den USA bei weitem übersteigen. Darüber hinaus wären die nachgelagerten Produzenten und globalen Lieferketten sowie die amerikanischen Verbraucher zunächst weit stärker betroffen als China, so der Bericht.

"Ich hoffe, Präsident Trump (...) kann konstruktivere Wege finden, um mit dem Handelsproblem umzugehen", sagte PIIE-Präsident Adam Posen gegenüber Xinhua. "Einige der Dinge, die er will, ergeben keinen Sinn."

Bilaterale Handelsdefizite seien kein vernünftiger oder nützlicher Ansatzpunkt für die US-Handelspolitik, sagte Posen.

Der einseitige Ansatz der Trump-Administration bei Handelsstreitigkeiten sei kontraproduktiv, die Verwendung einseitiger Zolldrohungen als Mittel zur Erreichung wirtschaftlicher Ziele ein Fehler, heißt es in dem Bericht weiter.

Dieser Ansatz werde sogar noch kontraproduktiver, wenn er in einer konfrontativen Weise und mit einem arroganten Tonfall gegenüber einem anderen, souveränen Land kommuniziert werde.

Wirtschaftsstreitigkeiten, die über die WTO und andere multilaterale Mechanismen geregelt werden könnten, sollten auch über diese Mechanismen geregelt werden.

Es könne keinen Sieger in einem "Handelskrieg" geben, und Bemühungen, einem solchen vorzubeugen, sollten priorisiert werden, um den Interessen sowohl China als auch der Vereinigten Staaten zu dienen, sagte Posen.

In dem Bericht wird außerdem vorgeschlagen, grenzüberschreitende Direktinvestitionen in beide Richtungen auszuweiten, um die Wirtschaftsbeziehungen zwischen China und den USA langfristig zu verbessern, da die Effizienzsteigerung und der Beschäftigungszuwachs durch eine solche wirtschaftliche Integration erheblich sein würden.

Chinesische Firmen hätten zudem das Recht, mit US-Firmen zu konkurrieren und auch in Hochtechnologie- Sektoren erfolgreich zu sein. Die Tatsache, dass China sich anschicke, in einigen Bereichen zum weltweiten Technologieführer zu avancieren, dürfe nicht zu einer Gefahr oder Bedrohung für die Vereinigten Staaten hochstilisiert werden.