China werde seine Dienstleistungen für Ausländer, die in China studieren oder arbeiten, weiter verbessern, sagte der Vizeminister für Wissenschaft und Technologie Zhang Jianguo am Samstag. „China legt seit 2012 ein besonderes Augenmerk auf das Anwerben ausländischer Talente“, sagte Zhang, der auch Direktor der staatlichen Behörde für die Angelegenheiten ausländischer Experten ist.

Er sprach auf der Eröffnungszeremonie des 16. Konferenz für Internationalen Expertenaustausch in Shenzhen. 2017 waren 960.000 Ausländer in ganz China beschäftigt, dies sind 60.000 mehr als ein Jahr zuvor. „Werden weitere positive, offene und effektive Maßnahmen einführen, um ausländische Fachkräfte anzuziehen“, sagte Zhang.

Die Behörde verschmolz vergangenen Monat im Zuge einer Umbildung der Regierungsinstitutionen mit dem Wissenschafts- und Technologieministerium.

„Die Zusammenlegung wird Chinas Rekrutierungssystem verbessern, Plattformen und Dienstleistungen für ausländische Experten erweitern und somit eine angenehmere Umgebung schaffen, damit sie sich in China niederlassen können“, sagte Zhang.

Chen Dongmin, Dekan der School of Innovation and Entrepreneurship an der Peking-Universität, sagte, China habe auf Gebieten wie der Kernenergie, Hochgeschwindigkeitszügen und Satellitenkommunikation große Fortschritte erzielt, was auch auf den Austausch mit anderen Ländern zurückzuführen sei.

Chinas technologische Entwicklung profitierte auch von starker und wohlgeplanter staatlicher Unterstützung, ebenso wie von wesentlichen Investitionen aus allen Teilen der Gesellschaft, sagte Daniel Calto, Geschäftsführer für den Bereich Solution Services bei Elsevier Research Intelligence, eine globale Firma im Bereich Wissenschaftsanalytik.

„Obwohl es in China nicht viele dauerhafte Einwanderer gibt, trägt die wachsende Kooperation mit anderen Universitäten und Instituten dazu bei, dass sich ein starkes Netzwerk aus Fachkräften herausbildet“, sagte er. „Meine Empfehlung lautet, diese Art von Zusammenarbeit zu verstärken. China wird in mehreren Forschungsbereichen an Einfluss gewinnen.“

Für Peter Lobie, Medizinprofessor am Tsinghua-Berkeley-Institut in Shenzhen, sagte: „China hat immer noch Verbesserungspotenzial, um ausländischen Experten die Niederlassung in China zu erleichtern. Doch es ist toll zu sehen, dass China die Dienstleistungen für Ausländer schrittweise verbessert“, sagte er.

Lobie arbeitete mehr als zehn Jahre lang innerhalb und außerhalb Chinas. Vor vier Monaten entschied er sich, dauerhaft in China zu bleiben. Die wachsende Lebensqualität, der große Markt für fortgeschrittene, wirksame Medikamente und das hohe Maß an Wertschätzung für seine Arbeit seien allesamt Gründe für seine Entscheidung gewesen.

„Ich glaube, es geht dabei nur um einen Vertrauensvorschusss“, sagte er. „Du musst nur den ersten Schritt machen und begreifen, dass Du in China viel Unterstützung erfährst, und schon wird es eine bereichernde Erfahrung“, so Lobie.