Chinas Warenhandelsüberschuss sei im ersten Quartal dieses Jahres um 21,8 Prozent gesunken. Die Importe seien schneller gewachsen als die Exporte, besagten Zolldaten am Freitag.

Chinas Warenexporte seien auf Jahresbasis in den ersten drei Monaten um 7,4 Prozent gestiegen. Die Importe seien um 11,7 Prozent gewachsen. Daraus habe sich ein Handelsüberschuss von 326,18 Milliarden Yuan (42,1 Milliarden Euro) ergeben, sagte die Zoll-Generalverwaltung (GAC).

Das gesamte Außenhandelsvolumen ist im ersten Quartal gegenüber demselben Zeitraum des vergangenen Jahres um 9,4 Prozent auf 6,75 Billionen Yuan (870,9 Milliarden Euro) gestiegen.

Huang Songping ist Sprecher der GAC. Er sagte auf einer Pressekonferenz, das relativ starke Handelswachstum habe sich aus der leichten weltweiten Wirtschaftserholung ergeben. Sie habe zu starken Handelsaktivitäten geführt. Weiterhin sei die gesunde Entwicklung der einheimischen Wirtschaft dafür verantwortlich, die die Nachfrage nach Importen befördert habe.

Steter Fortschritt der Seidenstraßeninitiative und verstärkter Handel mit sich entwickelnden Märkten hätten im ersten Quartal ebenfalls zum Wachstum beigetragen, sagte Huang. Das Handelsvolumen mit Seidenstraßen-Ländern sei in dem dreimonatigen Zeitraum um 12,9 Prozent gestiegen. Dies sei um 3,5 Prozentpunkte schneller als der gesamte Anstieg.

Der Handel mit Ländern entlang der Seidenstraße habe im ersten Quartal 1,86 Billionen Yuan (240 Milliarden Euro) erreicht. Er habe damit 27,5 Prozent des gesamten Außenhandels Chinas im ersten Quartal ausgemacht, sagte Huang.

Die Europäische Union, die Vereinigten Staaten und ASEAN waren die drei wichtigsten Handelspartner Chinas. Zusammen waren sie für 41,2 Prozent des Außenhandels verantwortlich.

Von Januar bis März ist der Handel zwischen China und den Vereinigten Staaten auf Dollarbasis um 13 Prozent gestiegen. Die chinesischen Exporte in die Vereinigten Staaten sind um 14,8 Prozent gewachsen. Der Handelsüberschuss zwischen China und den USA hat 58,25 Milliarden Dollar (47,4 Milliarden Euro) betragen.

Chinesische Privatunternehmen haben eine wichtigere Rolle im Handel gespielt. Sie haben 38,3 Prozent zum gesamten Handel beigetragen. Dies ist ein Anstieg um 1,7 Prozentpunkte gegenüber dem ersten Quartal 2017.

Die weniger entwickelten Regionen des Landes, darunter Zentral- und Westchina, haben das landesweite durchschnittliche Handelswachstum im Zeitraum von Januar bis März allesamt überboten.

Huang sagte, er sehe im zweiten Quartal wachsenden Druck und Herausforderungen für die Weltwirtschaft und den internationalen Handel. Dies resultiere aus den weltweiten Unsicherheiten und dem zunehmenden Protektionismus.

Verstärkter Wettbewerb im weltweiten Fertigungssektor werde ebenfalls zu Herausforderungen für Chinas Außenhandel führen, sagte er.

Huang sagte jedoch, er erwarte, Chinas Außenhandel werde den Aufwärtstrend fortsetzen. Das Land habe zugesagt, Maßnahmen zu ergreifen, seine Märkte weiter zu öffnen und die Importe auszuweiten.