Der chinesische Präsident Xi Jinping hält eine Willkommenszeremonie für den österreichischen Präsidenten Alexander Van der Bellen vor den Gesprächen in der Großen Halle des Volkes in Beijing, der Hauptstadt Chinas am 8. April 2018. [Photo: Xinhua]

Der Besuch von österreichischen Spitzenpolitikern in China vom 7. bis zum 13. April sei ein großer Erfolg gewesen. Dies sagte Bundespräsident Alexander Van der Bellen vor seinem Rückflug nach Hause der Österreichischen Presseagentur (APA). In einem Interview in der südwestchinesischen Stadt Chengdu sagte Van der Bellen der APA, dass während des Besuchs „alles richtig gemacht wurde“. Dies habe den Weg für Geschäfte und den akademischen und kulturellen Austausch zwischen den beiden Ländern geebnet. Er sagte, die Reise mit einer hochrangigen Delegation, darunter auch Bundeskanzler Sebastian Kurz und vier Kabinettministern, sei „eine richtige“ gewesen. Er fügte hinzu, er glaube, man habe auf der chinesischen Seite einen guten Eindruck hinterlassen.

Die Delegation hat zahlreiche Verträge mit chinesischen Geschäftspartnern unterschrieben, die einen Gesamtwert von 1,5 Milliarden Euro (1,85 Milliarden US-Dollar) haben. Der Präsident sagte, China sei sich des österreichischen Know-hows im industriellen Sektor und in der Hochtechnologie bewusst. Er fügte hinzu, „China nimmt uns ernst, und das nicht nur in der Musik“. China hat einen signifikanten Einfluss rund um den Globus, der Aufbau von Verbindungen zwischen den beiden Ländern sei wichtig, fügte er hinzu. Er drückte auch sein Interesse aus, an der von China vorgeschlagenen Seidenstraßeninitiative teilzunehmen, die Teil der Wachstumsstrategie sei, um die österreichischen Exporte anzukurbeln.

Die Delegation wurde am Donnerstag Zeuge des Starts eines Frachtzug-Angebots zwischen China und Europa. Dieser verbindet Chengdu mit der österreichischen Hauptstadt Wien. Am Mittwoch besuchte die Delegation die Eröffnungszeremonie eines österreichischen Generalkonsulats in Chengdu, was gleichzeitig der letzte Zwischenstop der österreichischen Delegation in China war. Am Sonntag haben die Staatsspitzen der beiden Länder vereinbart, eine freundliche, strategische Partnerschaft zwischen China und Österreich zu etablieren und die bilaterale, pragmatische Kooperation voranzutreiben.