Laut einer nach einer Sitzung des Staatsrates unter Vorsitz von Ministerpräsident Li Keqiang vom Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme werde China alle Importzölle auf Krebsmittel aufheben und die Einfuhr von Medikamenten fördern, die auf dem jüngsten Stand der Forschung stünden.

Ab 1. Mai würden alle Medikamente, darunter Medikamente gegen Krebserkrankungen und eingeführte Präparate der traditionellen chinesischen Medizin, von Importzöllen befreit, heißt es in dem Dokument.

Die Mehrwertsteuer auf derartige Produkte werde deutlich gesenkt.

Die Behörden werden den Preis für Krebsmittel durch zentrale Beschaffung reduzieren und Preisspitzen durch grenzüberschreitenden Onlinehandel brechen. Außerdem sollen die Präparate in den Leistungskatalog der Krankenkassen aufgenommen werden.

Die Einfuhr innovativer Medikamente soll beschleunigt werden, damit diese früher auf den Markt gebracht werden können.

Der Schutz geistigen Eigentums soll gestärkt werden, was unter anderem durch eine Verlängerung des alleinigen Nutzungsrechtes an einem Wirkstoff auf sechs Jahre erreicht werden soll. In diesem Zeitraum dürfen keine Generika des jeweiligen Medikaments auf den Markt gebracht werden.