China werde das Tempo beim Bau von mehr öffentlichen Kindergärten und inklusiven privaten Kindergärten erhöhen, um sicherzustellen, dass Kinder eine bessere und billigere Vorschulbildung genießen können, sagte Liu Limin, ehemaliger stellvertretender Bildungsminister, am Samstag.

Liu Limin, ehemaliger stellvertretender Bildungsminister, beantwortet Fragen auf einer Pressekonferenz am Rande der zwei Tagungen in Beijing (Foto vom 10. März 2018).

Gegenwärtig besuchen etwa 80 Prozent der Kinder im Vorschulalter Kindergärten, im Vergleich zu 51 Prozent im Jahr 2009. Das Ministerium habe sich zum Ziel gesetzt, die Registrierungsrate auf 85 Prozent zu erhöhen und die Eröffnung von mehr öffentlichen und inklusiven Kindergärten zu fördern, um das Ungleichgewicht zwischen Nachfrage und Angebot anzugleichen, sagte Liu bei einer Pressekonferenz am Rande der derzeit stattfindenden Jahrestagungen von NVK und PKKCV.

„Zentral- und Lokalregierungen sollten weiterhin den finanziellen Beitrag erhöhen, ein System der Kostenteilung aufbauen und Gebührenstandards für die Vorschulerziehung festlegen", sagte Liu, der auch politischer Berater auf nationaler Ebene ist. Es seien weitere Anstrengungen erforderlich, um die Ausbildung von Lehrern zu verbessern und ihr Gehalt zu erhöhen. Die Schwelle für Erzieher sollte ebenfalls angehoben werden, sagte Liu. „Das Land sollte auch den Gesetzgebungsprozess in der Vorschulerziehung beschleunigen, um die Verantwortung der verschiedenen Regierungsebenen bei der Entwicklung des Sektors zu klären", sagte er. Die Überwachung in der Vorschulerziehung erfordere gemeinschaftliche Anstrengungen bei der Verbesserung von Personal, Einrichtungen und Technologie in Kindergärten, während die Eltern auch durch Elterngremien an der Entscheidungsfindung von Kindergärten teilnehmen sollten, fügte er hinzu.

China hat in den vergangenen Monaten in Kindergärten mutmaßliche Fälle von Kindesmissbrauch erlebt. In einem weit verbreiteten Fall im Dezember wurde eine Erzieherin namens Liu vom RYB Education New World Kindergarten in Beijing verhaftet, nachdem die Staatsanwaltschaft ihr vorgeworfen hatte, mit Nähnadeln Kinder „diszipliniert" zu haben, die nicht schlafen wollten. Nach dem Vorfall erklärte das Bildungsministerium, es habe mit der Erforschung von Rechtsvorschriften für die Vorschulbildung begonnen, um eine rechtliche Garantie für die Betriebs- und Verwaltungsstandards solcher Einrichtungen zu bieten.