Das neue bemannte Tauchboot Shenhai Yongshi soll gemäß Plan in diesem Jahr 50 Expeditionen in die Tiefsee unternehmen. Dabei handelt es sich laut Analysten vorwiegend um wissenschaftliche Zwecke.

Laut Plan wird das bemannte U-Boot im laufenden Jahr 50 Missionen im Südchinesischen Meer und im Südwesten des Indischen Ozeans durchführen, sagten Angestellte des Instituts für Tiefseeforschung an der Chinesischen Akademie der Wissenschaften. Bei sechs Expeditionen werden archäologische Forschungen durchgeführt, wie die South China Sea, Science and Technology Daily am Mittwoch schrieb.

Chen Xiangmiao, Wissenschaftler am Nationalen Institut für das Südchinesische Meer, sagte am Donnerstag zur Global Times, dass bei den Tiefseeexpeditionen im Südchinesischen Meer hauptsächlich biologische und mineralische Ressourcen erforschen werden.

Die Expeditionen hätten eher eine symbolische Bedeutung für die wissenschaftliche Forschung als eine politische, so Chen. Nach verschiedenen Tests sei die Shenhai Yongshi jetzt in der Lage, die Fahrt zu beginnen.

Die Shenhai Yongshi war im Oktober 2017 in eine Tiefe von 4.500 Metern abgetaucht, um Funktionen und Leistungen für eine 50-tägige Expedition im Südchinesischen Meer zu testen, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua.

Das Tauchboot war während acht Jahren von über 90 chinesischen Organisationen und Unternehmen entwickelt worden. Derzeit im Einsatz ist das bemannte Tiefseeboot Jiaolong, das im Juni 2012 im Marianen-Graben einen Tiefenrekord von 7.062 Metern aufgestellt hat.

Die Shenhai Yongshi hat eine Grundlage für China geschaffen, um vollseetaugliche Tauchboote herzustellen. Als solche werden bemannte Tauchboote mit einer Reichweite von mehr als 10.000 Metern bezeichnet.