China baut ein globales Massendaten-Netzwerk auf, um die Erde zu erforschen und die Erforschung des Klimawandels zu unterstützen sowie Naturkatastrophen vorherzusagen und abzumildern.

China baut ein globales Massendaten-Netzwerk auf, um die Erde zu erforschen und die Erforschung des Klimawandels zu unterstützen sowie Naturkatastrophen vorherzusagen und abzumildern, erklärten Wissenschaftler am Montag. Das Projekt werde mehr als 1.200 Wissenschaftler an 130 Institutionen weltweit umfassen und mehr als ein Dutzend Themen abdecken, von der Ozeanologie bis zur Meteorologie, so Guo Huadong, der das Projekt für die Chinesische Akademie der Wissenschaften leitet.

Er sagte, das Netzwerk werde das Herzstück von CAS Earth sein, ein fünfjähriges, 1,76 Milliarden Yuan (227 Millionen Euro) teures Projekt, um ein robustes internationales Umweltforschungsnetzwerk zu schaffen, das Wissenschaftlern und Beamten in China sowie Ländern und Regionen der Seidenstraßeninitiative dienen soll. Diese Informationen seien neben den natürlichen und menschlichen Ressourcen zu einer strategischen Ressource für die Länder geworden, fügte Guo hinzu.

Chinesische Wissenschaftler hätten im Laufe der Jahrzehnte massenweise geowissenschaftliche Daten gesammelt, so Bai Chunli, der Präsident der Akademie. Guo sagte, die Akademie habe etwa 44 Petabyte – 46 Millionen Gigabytes – an Daten, obwohl sie in Bezug auf Meeresdaten, insbesondere auf fernen Meeren, relativ dürftig seien. Vor rund vier Jahren hätten die Vereinigten Staaten etwa 30 Prozent aller Daten der Welt gehabt, mehr als jedes andere Land, während China mit 16 Prozent an dritter Stelle stand, so Guo. Bis 2020 will China 21 Prozent der weltweiten Daten haben.

China hat in den vergangenen Jahren auch viele Erdbeobachtungssatelliten gestartet, wie den Fengyun 3D im November und TANSAT – den ersten Kohlendioxid-Überwachungssatelliten des Landes – im Jahr 2016. Aber auch wenn Branchen wie Finanzen und Immobilien bereits Massendaten in ihren Betrieb integriert haben, sagte Guo, dass die akademische Welt aufgrund mangelnder Ressourcen und Forschungsmethoden, ungenauer Daten und eines Mangels an Mechanismen zur gemeinsamen Nutzung von Daten zwischen Institutionen und Ländern Schwierigkeiten habe, mitzuhalten. „Das neue Netzwerk soll diese Probleme lösen, indem es eine interdisziplinäre Forschungsplattform schafft, die für die Welt offen ist“, sagte er. „Sie wird nicht nur Chinas Ziel, eine nachhaltige und grüne Gesellschaft aufzubauen, unterstützen, sondern auch anderen Ländern helfen, ihre Umwelt besser zu verstehen und zu schützen, und ökologische Sicherheit aufrechtzuerhalten.“