Der dritte Makak, der aus somatischen Zellen geklont worden ist, werde bald in China geboren, sagte der stellvertretende Minister für Wissenschaft und Technologie Huang Wei am Sonntag.

China hatte Ende Januar berichtet, erfolgreich die weltweit ersten Makaken aus somatischen Zellen geklont zu haben. Dazu sei dieselbe Technik angewandt worden, die 1996 zur Erzeugung des Schafes Dolly gedient hatte. Dolly war das erste Säugetier, das aus einer erwachsenen Zelle geklont wurde.

Die beiden geklonten Makaken tragen die Namen Zhong Zhong und Hua Hua. Sie wurden Ende 2017 am Forschungsinstitut für nicht-menschliche Primaten an der Chinesischen Akademie der Wissenschaften erzeugt.

Das chinesische Forscherteam versichert, keine Pläne zu haben, vergleichbare Forschung an Menschen durchzuführen. Dies wurde gesagt, nachdem öffentliche Diskussionen über die ethischen Auswirkungen des wissenschaftlichen Durchbruchs geführt worden waren.

Muming Poo ist Co-Autor der Makakenstudie. Er sagte, die Forschung ziele darauf ab, Gehirnerkrankungen des Menschen besser verstehen und behandeln zu können. Er nannte die Alzheimer-Krankheit und Autismus. Weiter sagte er, die Klonierung von Makaken würde die Zahl der Affen, die in Laboren für Tierversuche verwendet würden, deutlich reduzieren.