Das Kindermädchen Mo Huanjing wurde vom Mittleren Volksgericht von Hangzhou in der Provinz Zhejiang zum Tode verurteilt. Sie hatte ein Feuer gelegt, das den Tod ihrer Arbeitgeberin und deren drei Kinder verursachte.

Das Gericht entschied, gegenüber Mo keine Nachsicht walten zu lassen, da ihr Handeln verabscheuungswürdig war und zu schwerwiegenden Konsequenzen geführt hat.

Mo Huanjing am 1. Februar 2018 bei der Verhandlung am Mittleren Volksgericht von Hangzhou. Ihr wurde Brandstiftung mit vierfacher Tötung vorgeworfen. [Foto: China Daily]

Das Verfahren fand am 1. Februar statt, nachdem eine Anhörung am 22. Dezember ausgesetzt werden musste. Ihr früherer Verteidiger Dang Linshan hatte den Fall niederlegt, weil die Verhandlung nicht an ein anderes Gericht verlegt worden war.

Mo wird vorgeworfen, am 22. Juni in einer Wohnung im Stadtbezirk Shangcheng in Hangzhou ein Feuer gelegt zu haben, in dessen Folge Zhu Xiaozhen und ihre drei Kinder im Alter von 6, 8 und 11 Jahren ums Leben kamen.

Laut der Anklageschrift war Mo Huanjing aufgrund ihrer Spielsucht hoch verschuldet und hatte Wertgegenstände ihrer Arbeitgeberin gestohlen. In der Anklage hieß es weiter, dass Mo das Feuer absichtlich gelegt habe, um es anschließendzu löschen und sich so der Dankbarkeit ihrer Chefin zu versichern. Mit diesem Vorgehen wollte sie ihre Arbeitgeberin bewegen, ihr Geld zu leihen.

Mo drückte bei der ersten Anhörung ihre Reue aus und sagte, dass sie das Opfer nicht habe verletzen wollen. Sie hat sich in der Hoffnung, eine leichtere Strafe zu bekommen, schuldig bekannt.

Mo war zwischen 2015 und 2016 insgesamt drei Mal von ihren früheren Arbeitgebern wegen Diebstahl entlassen worden.