Die in diesem Winter vorherrschenden Virusstämme seien in den vergangenen Jahren selten aufgetreten. Dies habe den derzeitigen Grippeausbruch in China verursacht, sagte ein Beamter der Staatlichen Gesundheits- und Familienplanungs-Kommission.

Es sei wahrscheinlicher, dass den Menschen die Immunbarriere für die Stämme fehle. Dies verstärke die Anfälligkeit der Bevölkerung, sagte Jiao Yahui während einer Pressekonferenz am Dienstag. Er ist stellvertretender Leiter des Medizinischen Verwaltungs- und Führungsbüros der Kommission.

Es sei jedoch keine Mutation in den Stämmen entdeckt worden, die die Übertragung des Virus, die Schwere der Erkrankung oder die Resistenz gegen Medikamente beeinflussen könnte, sagte Jiao. Er merkte weiter an, die derzeitigen Neuraminidase-Inhibitoren seien noch immer wirksam. Sie werden eingesetzt, um die Dauer einer Grippeerkrankung zu verkürzen.

Laut dem Staatlichen Chinesischen Grippezentrum nehmen die Grippefälle in den vergangenen Wochen zu. Die Zahl der Fälle war insbesondere in der letzten Woche des Jahres 2017 hoch. In diesem Zeitraum wurden 11.253 Fälle gemeldet. Dies war ein merklicher Anstieg gegenüber den 7730 Fällen der Woche davor.

In einigen Krankenhäusern sind geeignete Medikamente bereits nicht mehr verfügbar. Die Kommission hat die örtlichen Abteilungen für Gesundheit und Familienplanung aufgefordert, einen vorübergehenden Zugang für medizinische Einrichtungen vor Ort zu eröffnen, um Arzneien zu beschaffen. Damit solle eine hinreichende Versorgung mit Medizin sichergestellt werden, sagte Jiao.