Die Oberste Volksstaatsanwaltschaft (SPP) Chinas hat am Donnerstag ein Rundschreiben veröffentlicht. Darin werden alle Staatsanwaltschaften angewiesen, streng gegen Verbrechen gegen Kindergartenkinder vorzugehen. Ihre Rechte sollten geschützt und derartigen Verbrechen vorgebeugt werden.

Bei Verbrechen wie Vergewaltigung und Sittlichkeitsvergehen gegenüber Kindern oder absichtlicher Kindstötung müssten die Staatsanwaltschaften Verhaftungen anordnen und so bald wie möglich öffentliche Strafverfolgungen einleiten, besagt das Rundschreiben.

Die Staatsanwaltschaften sollten selbstständig ihre staatsanwaltschaftliche Macht ausüben, um eine angemessene Behandlung der Fälle sicherzustellen. Sie müssten auf Fakten und den Gesetzen basierende Entscheidungen treffen und auf die Stimme des Volkes hören, besagt das Rundschreiben.

Die Fürsorge und Hilfe für Opfer im Kindesalter sollte verbessert werden, fährt das Rundschreiben fort. Es sollten beispielsweise keine persönlichen Informationen der Kinder und ihrer Schutzbefohlenen veröffentlicht werden. Die Strafverfolgungsbehörden sollten nicht mit Polizeiautos oder in Uniform in die Wohnungen der Kinder gehen, um Beweise zu sammeln, sagte die SPP.

Die Staatsanwaltschaften können auch Unterstützung von der Zivilverwaltung und medizinischen Einrichtungen anfordern. Auch professionelle Hilfe von gerichtlichen Sozialarbeitern und psychologischen Beratern könne in Anspruch genommen werden, um den Opfern im Kindesalter zu helfen.

Darüber hinaus müssten die Staatsanwaltschaften ihre Arbeit auf Vorbeugung basieren. Sie sollten ein System einrichten, das Schäden für Kindergartenkinder vorbeugen kann, besagt das Rundschreiben.

Sie sollten die Ursachen und die Eigenschaften der Fälle gemäß ihrer Erfahrung zusammenfassen und Kindergärten auf Mängel in ihrer Verwaltung hinweisen, fügte die SPP hinzu.

Das Rundschreiben wurde veröffentlicht, nachdem kürzlich Vorwürfe über Missbrauch in Kindergärten im Lande laut geworden waren.