Drei historische chinesische Bewässerungssysteme sind als denkmalgeschützte Bewässerungsstrukturen von der Internationalen Kommission für Be- und Entwässerung (ICID) in Mexiko-Stadt anerkannt worden, womit die Gesamtzahl dieser Strukturen in China auf 13 gestiegen ist.

Das Projekt zur Umleitung von Wasser aus dem Gelben Fluss zur Bewässerung im Autonomen Gebiet Ningxia der Hui begann in der Qin-Dynastie (221 v. Chr. bis 206 v. Chr.), und die Kanäle deckten zusammengenommen mehr als 1.280 Kilometer ab. Drei Stauanlagen, die in der Stadt Hanzhong in der Provinz Shaanxi gebaut wurden, haben ebenfalls eine Geschichte von mehr als 2.000 Jahren. Das Bewässerungsprojekt Huang Ju in der Stadt Ningde in der Provinz Fujian wurde nach dem Beamten Huang Ju der Sui-Dynastie (581 bis 618 n. Chr.) benannt und beinhaltet zwei Bewässerungssysteme.

Um für die Anerkennung denkmalgeschützter Bewässerungsstrukturen in Betracht gezogen zu werden, müssen die Strukturen oder Einrichtungen strenge Kriterien erfüllen, unter anderem müssen sie über hundert Jahre alt sein. Zu den Zielvorgaben der Anerkennung gehören das Nachverfolgen und das Verständnis der Evolutionsgeschichte von Bewässerung in Zivilisationen weltweit sowie der Schutz dieser historischen Bewässerungsstrukturen. Auf dem Treffen des Internationalen Vorstands der ICID in Mexico Stadt wurden chinesischen Repräsentanten Tafeln für denkmalgeschützte Bewässerungsstrukturen für die drei Projekte präsentiert. In China gab es vorher zehn denkmalgeschützte Bewässerungsprojekte, darunter die Dongfeng-Stauanlage aus den Anfangsjahren der Qing-Dynastie (1644-1911).

Die folgenden Bilder zeigen das Projekt zur Umleitung von Wasser aus dem Gelben Fluss zur Bewässerung im Autonomen Gebiet Ningxia.