Chinas Ausgaben für Forschung und Entwicklung haben 2016 ein zweistelliges Wachstum fortgesetzt, womit sie fast an das Level der Industrieländer heranreichten.

Mitarbeiter montieren den heimisch hergestellten Regional-Jetliner ARJ21 in Shanghai.

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sind 2016 um 10,6 Prozent im Jahresvergleich auf 1,57 Billionen Yuan (201 Milliarden Euro) gestiegen, und damit um 1,7 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2015, wie das Staatliche Amt für Statistik (NBS) am Dienstag mitteilte. Die Ausgaben nahmen 2,11 Prozent von Chinas BIP ein, was nur ein kleiner Bruchteil – nämlich 0,05 Prozentpunkte – höher ist als das Level von 2015.

Die Struktur der Ausgaben für Forschung und Entwicklung hat sich verbessert, da mehr Geld für die Grundlagenforschung ausgegeben wurde, wobei High-Tech-Firmen und private Forschungsfirmen mehr ausgaben. Die Ausgaben für Grundlagenforschung seien im Vergleich zu Industrieländern gering geblieben, sagte Guan Xiaojing, Statistiker beim NBS. China hinke immer noch hinter den wichtigen innovationsgetriebenen Volkswirtschaften wie Israel, Südkorea und Japan hinterher, so Guan weiter.

Laut dem 13. Fünfjahresplan für die Talententwicklung in Wissenschaft und Technologie für den Zeitraum 2016 bis 2020 gab es in China mit Stand von Ende 2015 rund 5,35 Millionen Personen, die in der Forschung und Entwicklung gearbeitet haben, und damit den weltweit größten Pool an Talenten in Forschung und Entwicklung.