Die chinesische Botschaft in Indien hat die dritte Warnung innerhalb von vier Monaten an chinesische Touristen ausgestellt, die nach Indien reisen wollen. Demnach wurde einigen chinesischen Besuchern die Einreise verweigert, andere mussten sich verhören lassen.

Screenshot von den neuen Sicherheitshinweisen für chinesische Touristen auf der Webseite der chinesischen Botschaft in Indien

"Mehrere chinesische Staatsbürger besuchten die Andamanen und Nicobaren, die ohne Sondergenehmigung Sperrgebiete für Ausländer sind. Einige Touristen wurden bei der Ankunft aufgefordert zurückzukehren; andere wurden sogar verhört und verhaftet ", hieß es in der Erklärung.

"Besucher sollten weder die Grenze noch militärische Einrichtungen und Fahrzeuge fotografieren. Vermeiden Sie einen Besuch der Grenzmärkte, während Sie an der indischen Grenze ins Nachbarland Nepal reisen, und betreten Sie nicht versehentlich das Gebiet anderer Länder ", hieß es weiter.

Am 7. Juli hatte die chinesische Botschaft in Indien ihre erste Warnung herausgegeben. Darin forderte sie chinesische Staatsangehörige auf, unnötige Reisen nach Indien zu vermeiden, sich an die örtlichen Gesetze zu halten und die Strafverfolgungsbehörden zu respektieren. Am 24. August wiederholte sie die Warnung.

Rund drei Prozent der ausländischen Besucher in Indien kommen aus China, wie die indische Zeitung Business Standard schrieb. Zwischen Januar und Mai 2017 reisten rund 119.000 chinesische Touristen nach Indien. Dies entspricht im Vergleich zur Vorjahresperiode einer Zunahme um 9,2 Prozent.

Derweil ist China eine der beliebtesten Destinationen für indische Touristen geworden, wie aus einem Bericht der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua hervorgeht. Die Zahl der indischen Auslandsreisenden wird bis 2020 ein Rekordhoch von 50 Millionen Menschen erreichen. 2016 lag die Zahl bei 21,87 Millionen Menschen.