Die meisten Befragten hätten gesagt, die Gründung von Start-Ups hätte bessere Erfolgsaussichten, wenn ihre Gründer im Ausland studiert hätten, besagt eine Umfrage unter 2005 Teilnehmern, die China Youth Daily durchgeführt hat.

26,2 Prozent der Befragten waren Rückkehrer aus dem Ausland. Die Umfrage ergab, dass 83,1 Prozent der Teilnehmer glauben, Studenten, die nach ihrem Abschluss im Ausland nach China zurückkehren, hätten gegenüber ihren Kommilitonen, die zuhause studiert haben, Vorteile beim Gründen eines Start-Ups.

Etwa 58 Prozent sagten, die Hauptstärke sei die internationale Perspektive und Vision. Diese hätten sie durch das Studium und Leben im Ausland erworben. Andere genannte Vorteile waren unterstützende Maßnahmen (49,2 Prozent), Sprach- und Kommunikationsgeschick (46,2 Prozent) und ein besseres Verständnis weltweiter Industrietrends (45,4 Prozent).

Fast 70 Prozent der Rückkehrer aus dem Ausland haben ein Bachelor-Studium absolviert. 27,4 Prozent hatten an Master-Programmen teilgenommen.

Drei Hauptgebiete, die junge Unternehmer anziehen, sind das Internet (60 Prozent), elektronische Kommunikation (51,5 Prozent) und Technologieinnovation (48,8 Prozent). Fast 80 Prozent der zurückgekehrten chinesischen Studenten haben Pläne, ihr eigenes Unternehmen zu gründen.

Xu Bo hat vor fünf Jahren sein Studium in Großbritannien abgeschlossen. Er sagte, das Wachstum aller Arten von Apps seit 2012 habe ihn in den Internet-Sektor gelockt. Schließlich habe er eine Dating-App gestartet. Sie ist für Universitäts-Studenten gedacht.

Yan Hanhan strebt seinen Master-Abschluss in New York City an. Auch er sagte, er fühle sich von den vielen Karrierechancen der IT-Industrie und des Internets in China inspiriert.

Lang Jing ist Generalsekretär der China Overseas Scholars Pioneer Park Alliance. Er sagte, mehr als 50.000 Absolventen, die im Ausland studiert haben, arbeiteten in Gebieten mit Unternehmens-Inkubatoren in ganz China. 100 Start-Ups aus diesen Gegenden seien bereits am chinesischen Aktienmarkt notiert.

Lang sagte, die Strategie, China durch die Entwicklung von Humanpotential wiederzubeleben und eine Betonung innovationsgetriebenen Wirtschaftswachstums führten zu einer großen Nachfrage nach Talenten aus dem Ausland. Auch Studenten, die einen Abschluss im Ausland erworben haben, seien gefragt.

Unterstützende Maßnahmen auf zentraler und regionaler Ebene sowie eine günstige Finanzierungsumgebung könnten helfen, das Unternehmertum unter zurückgekehrten Studenten zu fördern, sagte Lang.

71 Prozent sagten in der Umfrage, zurückgekehrte Studenten profitierten von unterstützenden Maßnahmen, die speziell für sie gedacht seien. Im Vergleich mit im Inland ausgebildeten Personen stünde die Gruppe der Rückkehrer jedoch einigen Nachteilen gegenüber. Dazu gehörten ein Mangel an Verständnis des heimischen Marktes (56,1 Prozent), Mangel an Berufserfahrung (45,9 Prozent) und finanzielle Schwierigkeiten (40,2 Prozent).

Laut der Umfrage wünschten sich 55 Prozent eine Vereinfachung der Genehmigungsverfahren für Start-Ups. 47,9 Prozent erwarteten Unterstützung beim Verstehen des Marktes. 43,2 Prozent freuten sich auf spezielle Finanzierungskanäle.

Mehr als 2,65 Millionen Studenten, die im Ausland studiert hatten, seien Ende 2016 nach China zurückgekehrt, berichtete Xinhua.