Seit der Einführung des ersten chirurgischen Roboters im Jahr 2006 in China haben diese bis Februar 2017 mehr als 40.000 Operationen durchgeführt. Das gab das Da Vinci Surgical Robot International Training Center im Changhai Krankenhaus in Shanghai bekannt, wie Xinhuanet.com am 11. September meldete.

Wang Gongxian, stellvertretender Direktor des First Affiliated Hospital der Universität Nanchang, sagte, dass sich ein Roboterarm mit der operierenden Pinzette frei um 540 Grad drehen kann, womit er flexibler als menschliche Arme ist.

Wang zufolge kann das Trauma, das bei Operationen durch chirurgische Roboter verursacht wird, im Vergleich zu herkömmlichen Operationen kleiner und die Behandlung genauer sein.

Die Roboterarme wurden nach den Funktionen von menschlichen Händen entworfen. Sie zittern nicht, auch wenn die Hand des Arztes wackelt, sagte Ou Yongsheng, Forscher am Shenzhen Institute of Advanced Technology unter der Chinesischen Akademie der Wissenschaften.

Darüber hinaus hören die Roboter bei einem Notfall – wie instabile Spannung oder Stromausfall – sofort aufzu arbeiten, sagte Wang.

Nach den Vorschriften der Roboterchirurgie, müssen Chirurgen, Assistenten und Krankenschwestern alle eine Qualifikation in Form einer Prüfung erwerben, bevor sie mit dem Roboter operieren dürfen. Dies soll die Qualität der Operationen gewährleisten.

Wang glaubt dennoch, dass, egal wie intelligent und fortgeschritten die chirurgischen Roboter sind, es noch immer unmöglich ist, menschliche Ärzte durch sie zu ersetzen. Robotern fehlen die menschliche Intuition und Emotionen die für Patienten unabdingbar sind.