Chinas Verbraucherpreisanstieg ist im August aufgrund höherer Lebensmittelpreise gestiegen, während die Preise ab Werk wegen steigender Rohstoffkosten ebenfalls gestiegen sind. Der Verbraucherpreisindex (VPI), ein Hauptmaß für Inflation, ist im August um 1,8 Prozent im Jahresvergleich gestiegen, wobei die Zahl im Juli bei 1,4 Prozent lag. Der Wert von August ist damit der höchste seit Januar, wie Daten vom Staatlichen Amt für Statistik (NBS) vom Samstag belegen. Im Monatsvergleich ist der Index vergangenen Monat um 0,4 Prozent gestiegen.

Das NBS schrieb das schnellere VPI-Wachstum den höheren Lebensmittelpreisen zu, da ungünstige Wetterbedingungen die Gemüsepreise in die Höhe trieben, während sinkender Output zu einem starken Anstieg der Eierpreise führte. Die Lebensmittelpreise, die größte Komponente des VPI, stiegen um 1,2 Prozent im Monatsvergleich, wie das NBS erklärte. Die Gemüsepreise stiegen um 8,5 Prozent im Vergleich zu Juli, da ein heißer Sommer und verbreitete heftige Regenfälle die Transportkosten steigen ließen. Die Eierpreise stiegen um 13,5 Prozent im Vergleich zum Juli, während die Preise für Schweinefleisch um 1,3 Prozent im Monatsvergleich stiegen. Im Jahresvergleich sanken die Lebensmittelpreise im August um 0,2 Prozent, während die Nicht-Nahrungsmittel-Preise um 2,3 Prozent stiegen. Außer den unbeständigen Lebensmittel- und Energiepreisen stieg der Grund-VPI um 2,2 Prozent im Jahresvergleich im August. In den ersten acht Monaten des Jahresstieg der VPI um 1,5 Prozent im Jahresvergleich.

Der Erzeugerpreisindex (EPI), der die Kosten von Produkten ab Werk misst, stieg nach Angaben des NBS im August im Jahresvergleich um 6,3 Prozent im Jahresvergleich. Die Geschwindigkeit des EPI-Wachstums stieg im Juli um 5,5 Prozent. Im Monatsvergleich stieg der Index vergangenen Monat um 0,9 Prozent. Die Preise für Stahl, eisenfreie Metalle sowie Öl und Naturgas verzeichneten im August schnellere Anstiege als im Vorjahr. Der EPI stieg um 6,4 Prozent im Jahresvergleich im Zeitraum Januar bis August.