Boomende US-Exporte nach China seien essenziell für die US-Wirtschaft und für nahezu alle Verwaltungsbezirke, heißt es in einem Bericht, der am Mittwoch vom US-chinesischen Wirtschaftsrat veröffentlicht worden ist.

Der Bericht wurde zu einer Zeit veröffentlicht, in der ernste Bedenken gegenüber dem bilateralen Handel bestehen, nachdem die USA vor zwei Wochen eine Untersuchung gemäß Paragraf 301 gegen Chinas Maßnahmen und Praktiken zum Urheberrecht angekündigt hatten und diese Woche eine Drohung von US-Präsident Donald Trump kam, laut der die USA den Handel mit allen Ländern aussetze, die Geschäfte mit Nordkorea betreiben.

Der Bericht des Wirtschaftsrats zeigt, dass 432 von 435 Verwaltungsbezirke ein dreistelliges Wachstum an Exporten von Gütern und Dienstleistungen nach China seit 2006 verzeichnet haben. Der Wert von US-Gütern und US-Dienstleistungsexporten nach China ist bedeutsam für die Bezirke, besagt der Bericht. China war 2016 einer der drei größten Güter-Exportmärkte für 263 Bezirke, und einer der fünf größten für 358 Bezirke. China war 2015 der wichtigste Dienstleistungs-Exportmarkt für 93 Verwaltungsbezirke und unter den fünf wichtigsten für 399 Bezirke.

In dem 448-seitigen Bericht über Exporte in den Verwaltungsbezirken wird geschlossen, dass US-Exporte nach China essenziell für das US-Wirtschaftswachstum sind. China war 2016 der drittgrößte Exportmarkt für die USA nach Kanada und Mexiko, besagt der Bericht. Die gesamten US-Güter-Exporte nach China lagen 2016 bei 113 Milliarden Dollar. Die Exporte von US-Dienstleistungen nach China werden bedeutend. 2015 erreichten diese Exporte 47 Milliarden Dollar, womit sie China zum drittgrößten Exportmarkt für Dienstleistungen machten. Von 2006 bis 2015 stiegen die US-Dienstleistungsexporte nach China um mehr als 400 Prozent im Vergleich zu 76 Prozent in den Rest der Welt.

In dem Bericht heißt es, dass Exporte weiterhin eine essenzielle Rolle in der US-Wirtschaft und beim Stellenzuwachs spielen. US-Güter-Exporte nach China kamen aus einem breiteren Spektrum von Industrien wie Transportausrüstung, Landwirtschaft, Computer und Elektronik sowie Chemikalien. Diese Exporte unterstützen Logistikjobs in US-Häfen und im ganzen Land. US-Dienstleistungsexporte nach China 2015 beinhalteten Reise und Bildung, Lizenzgebühren, Verkehr, Geschäfts- und Expertendienste sowie Finanzdienste.

In dem Bericht wird das riesige Potential herausgestellt, wenn man bedenkt, dass US-Güter 2015 einen Anteil von nur zirka 8,4 Prozent der gesamten Importe des chinesischen Festlands einnahmen, womit sie hinter der Europäischen Union, Südkorea, Japan und Taiwan lagen. Die USA hatten im Jahr 2000 einen zehnprozentigen Anteil. Während in dem Bericht die Regierung Trump aufgerufen wird, Ergebnis-orientiertes Engagement mit China anzustreben, um einige der Handels- und Nicht-Handelsbarrieren anzusprechen, heißt es auch, dass die USA die Verhandlungen mit China über ein bilaterales Investitionsabkommen mit hohem Standard vorantreiben sollten. Die Gespräche über das Abkommen sind in den letzten Jahren der Regierung Obama rasch vorangekommen. Jedoch gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Regierung Trump die Gespräche in Kürze wiederaufnehmen wird.