Chinesische Studenten an der australischen ANU-Universität protestierten, nachdem ein Informatikprofessor eine beleidigende PowerPoint-Folie zeigte. Auf ihr hieß es auf Chinesisch: "Ich werde keine Studenten tolerieren, die betrügen.“

Die Warnung war an chinesische Studenten gerichtet, schrieb die Global Times am Montag. Diese meldeten demnach den Vorfall dem Dekanat der Australian National University (ANU) und beklagten sich nach dem Unterricht auf der offiziellen Facebook-Seite der Hochschule.

Der Professor entschuldigte sich per Mail. Er habe nicht bemerkt, dass seine Aktion beleidigend sei. Er habe einfach denen helfen wollen, deren Muttersprache nicht Englisch ist. „Da ein großer Teil der Studenten Chinesisch spricht, dachte ich, dass es hilft, wenn ich diesen Punkt auf Chinesisch und Englisch anführe.“ Das sei eine falsche Entscheidung gewesen.

Das ist nicht der erste rassistische Vorfall an einer australischen Universität. So war am 2. August auf der Wand in einer Toilette in der Universität von Sydney ein Hakenkreuz gefunden wurden. Darüber hieß es: „Tötet die Chinesen“. Vor zwei Wochen wurden in zwei Universitäten in Melbourne Plakate und Schilder angebracht, die Chinesen den Zutritt verbieten wollten.

Mehr als ein Viertel der internationalen Studenten in Australien stammt aus China. Das Land beherbergt auch eine große australisch-chinesische Gemeinde. Eine Volkszählung im Jahr 2016 zeigte, dass 5,6 Prozent der australischen Bevölkerung chinesischer Abstammung ist.