Ein Student aus einer armen Familie in der Provinz Hebei, der bei der Uni-Aufnahmeprüfungen sehr gute Resultate erzielte und zu einer der besten Universitäten des Landes zugelassen wurde, lehnte jegliche finanzielle Unterstützung ab, die ihm nach den Medienberichten angeboten wurden.

Der 18-jährige Gymnasiast Pang Zhongwang aus Cangzhou erreichte bei der nationalen Uni-Aufnahmeprüfung 684 von 750 möglichen Punkten, worauf ihn die Tsinghua-Universität aufnahm. Den Bestätigungsbrief der Hochschule sollte er am Montag erhalten, sagte Fan Hongqi, Vizepräsident des Wuqiao-Gymnasiums, wo Pang zur Schule ging.

„Bevor ich vor drei Jahren sein Zuhause besuchte, wusste niemand, dass seine Familie mit so vielen Problemen zu kämpfen hat“, sagte sein Lehrer Li Ying. Sein Vater, der unter Schizophrenie leidet, kann nur einfach Tätigkeiten ausüben, während seine Mutter gehbehindert ist und von den Großeltern betreut werden muss.

„In seiner Wohnung gibt es kein einziges anständiges Möbel oder Gerät“, sagte ein Reporter, der am Donnerstag für eine Lokalzeitung die Familie Pang besuchte. "Es ist schwer vorstellbar, dass ein so ausgezeichneter Junge in einer so schwierigen Situation aufgewachsen ist. Dafür hat er definitiv Bonuspunkte verdient."

Der erwähnte Bonus ist ein spezielles Programm der Tsinghua-Universität für herausragende Studenten aus ländlichen Gebieten. Damit können Jugendliche wie Pang auch mit einem Ergebnis, das 60 Punkte unter der gewöhnlichen Richtlinie liegt, einen Studienplatz bekommen. „Doch auch ohne diesen Bonus erzielte Pang den ersten Platz in Cangzhou, das in diesem Jahr etwa 30.000 Schüler hervorbrachte“, sagte Li.

Dass ihn der Reporter überhaupt treffen konnte, war ein Glücksfall, denn Pang unterrichtet während der Sommerferien Physik, um sich die Gebühren für das Studium zu verdienen. „Mein Stundenplan ist sehr dicht. Ich möchte nicht, dass ich von den Medien gestört werde“, sagte Pang demnach.

Laut Lehrer Li hat Pang jegliche finanzielle Hilfe von Menschen und sozialen Organisationen abgelehnt. „Die schwierigste Zeit für mich und meine Familie ist vorbei. Ich denke, dass ich nun auf eigenen Beinen stehen kann“, sagte Pang. Bereits während seiner Zeit im Gymnasium sei er von vielen warmherzigen Menschen unterstützt worden.

Die Haltung von Pang gegenüber Schwierigkeiten führt das Sprichwort "Wo es einen Willen gibt, ist auch ein Weg" in die Praxis. Im Alter von sieben Jahren wurde ihm eine chronische Herzkrankheit diagnostiziert. Nachdem sich Pang von der Operation erholt hatte, fühlte er sich schuldig dafür, dass er seine bereits arme Familie in noch größere Schulden gestürzt hat. Seither begann er auf dem Schulweg Abfall zu sammeln und verkaufte diesen, um Geld zu verdienen. „Er ist sehr optimistisch und hat eine starke Persönlichkeit.“