Angeführt von China wird die Asien-Pazifik-Region in diesem Jahr Westeuropa als zweitgrößtes Gebiet von Reichen nach Nordamerika überholen.

China und Asien-Pazifik überholen den Westen in weltweiten Vermögensrankings

Die Boston Consulting Group hat bestätigt, die Asien-Pazifik-Region werde bis Ende 2017 voraussichtlich über Vermögenswerte in Höhe von 42,3 Billionen US-Dollar (37,8 Billionen Euro) verfügen. Westeuropa kommt auf einen Wert von 41,9 Billionen US-Dollar (37,4 Billionen Euro).

Das Unternehmen unterscheidet dabei zwischen Japan und der Asien-Pazifik-Region.

China verfüge über das höchste Privatvermögen in der Asien-Pazifik-Region und das zweithöchste weltweit, besagt ein jährlicher Vermögensbericht, der am Dienstag von der weltweit aktiven Verwaltungs- und Beratungsfirma herausgegeben wurde.

Die Vereinigten Staaten und China hätten die meisten Millionärs-Haushalte weltweit, besagt der Bericht. Die USA haben fast 7,1 Millionen und China steht mit 2,1 Millionen auf Platz zwei.

Japan, Großbritannien und Kanada vervollständigen die ersten fünf Plätze der Nationen, die Millionärs-Haushalte aufzuweisen haben.

Mariam Jaafar, Leiterin der Vermögensverwaltung der Boston Consulting Group in der Asien-Pazifik-Region, sagte, das Privatvermögen in der Region sei im vergangenen Jahr um 9,5 Prozent auf 38,4 Billionen US-Dollar (34,3 Billionen Euro) gestiegen.

Es war das erste Mal in fünf Jahren, dass die Region kein zweistelliges Wachstum aufzuweisen hatte.

Jaafar geht davon aus, die Asien-Pazifik-Region werde im Laufe der nächsten fünf Jahre das weltweit größte Vermögenswachstum und die größte Wertschöpfung aufweisen.

"Der jährliche Vermögenszuwachs (in der Region) wird bis 2021 in der Nähe von zweistelligen Werten liegen", sagte sie.

Der Bericht zeigt, dass die Vermögenden in China und der Asien-Pazifik-Region sehr konservative Investoren bleiben. Etwa 65 Prozent ihres Vermögens sind Bargeld und Einlagen, zwölf Prozent sind Anleihen und 23 Prozent Aktien. In Nordamerika sind 70 Prozent des Vermögens der Reichen in Aktien, 16 Prozent in Anleihen und 14 Prozent in Bargeld oder Bankguthaben.

Das weltweite Vermögen hat im letzten Jahr um 5,3 Prozent auf etwa 166,5 Billionen US-Dollar (148,7 Billionen Euro) zugenommen. Die Boston Consulting Group prognostiziert bis 2021 ein weltweites Vermögen von über 223 Billionen US-Dollar (199,1 Billionen Euro).