Chinas Wertpapierregulator hat die Strafen für illegale Börsenaktivitäten dieses Jahr verstärkt, was zu mehr Geldbußen in den ersten fünf Jahren als im gesamten Jahr 2016 führte.

Von Januar bis Mai beliefen sich die Geldbußen auf mehr als 6,14 Milliarden Yuan (rund 807Millionen Euro) für Gesetzesverstöße im Wertpapiersektor, heißt es von der Chinesischen Wertpapieraufsicht (CSRC). Insgesamt 29 Personen wurden innerhalb dieser fünf Monate von Wertpapiergeschäften ausgeschlossen, heißt es weiter. 2016 verhängte die CSRC Strafen wegen 183 illegaler Marktaktivitäten und vergab Geldbußen in Höhe von 4,28 Milliarden Yuan, ein Anstieg von 288 Prozent im Vergleich zu 2015. Insgesamt 38 Personen wurden von der Wertpapierindustrie ausgeschlossen.

Während er die verbesserte Überwachung des Marktes bekräftigte, warnte CSRC-Vize-VorsitzenderJiang Yang, dass die wirtschaftlichen Unsicherheiten sowie neue Technologien, Produkte und Handelsmechanismen wahrscheinlich neue Risiken bringen und die Regulierung herausfordern. Die CSRC verschärft die Überwachung und Bestrafung illegaler Marktaktivitäten wie Insider-Handel und Börsenmanipulation, nachdem der Markteinbruch 2015 die Zuversicht der Investoren zunichte gemacht hat. Im März verhängte die CSRC eine Rekordsumme von 3,47 Milliarden Yuan als Geldbuße gegen einen Firmenvorsitzenden wegen Börsenmanipulation.