Drei neue Unternehmen wurden gegründet, um in Großbritannien chinesische Atomkraftwerke bauen zu können. Dies wird weithin als ein Zeichen für das Vertrauen in die Zeit nach dem Brexit betrachtet.

Die neuen Firmen wurden vom Allgemeinen Chinesischen Atomkraftverband CGN gegründet. Bei der Genehmigung und der Umsetzung von neuen Atomtechnogien, die eine Reihe von britischen Kraftwerken versorgen sollen, werden sie eine wichtige Rolle spielen.

Die Nachricht gilt als ein Vertrauensbeweis des CGN. Trotz des bevorstehenden Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union glaubt der Verband, dass die Projekte noch immer möglich sind. Da Großbritannien auch die europäische Atombehörde Euratom verlässt, besteht die Befürchtung, dass es bei der Zertifizierung neuer Technologien lange Verzögerungen geben könnte.

Unabhängig von den drei neuen Firmen haben das französische EDF und CGN gemeinsam die General Nuclear Services (GNS) geschaffen. Diese werden an einer Reihe von neuen Atomprojekten in Großbritannien arbeiteten, darunter Hinkley Point C und Bradwell in Essex. Die GNS haben mehrere Milliarden Pfund in diese Projekte investiert. Verzögerungen durch den Brexit sind nicht erwünscht.

Bei der Technologie hinter den neuen Kraftwerken gibt es erfreuliche Fortschritte: Der von China entwickelte Atomreaktor HPR1000, der die Kraftwerke antreiben wird, dürfte in Großbritannien bald zugelassen werden.