Chinas Staatspräsident Xi Jinping am Mittwoch mit dem FIFA-Präsidenten Giovanni Infantino in der Großen Halle des Volkes in Beijing. Foto: Wu Zhiyi, China Daily

FIFA-Präsident Giovanni Infantino hat die Bemühungen der chinesischen Regierung zur Aufwertung des Fußballs im Land gelobt. Bei einem Treffen mit Chinas Staatspräsident Xi Jinping in der Großen Halle des Volkes am Mittwoch sagte Infantino, die FIFA habe großen Respekt vor der Fußballförderung im Land. China habe großes Gewicht und genieße Priorität bei den Plänen des Weltfußballverbandes, die Sportart weiterzuentwickeln.

Xi lobte das Engagement des Verbandes: „Wir nehmen zur Kenntnis, dass die FIFA eine immer größere Rolle bei der Entwicklung des Fußballs in unserem Land spielt und ich bin davon überzeugt, dass die Zusammenarbeit mit dem Weltfußballverband zahlreiche Chancen für uns bietet.“

Die Förderung des Fußballs sei ein wichtiger Bestandteil der Entwicklungsziele des Landes, hieß es in einer Presseerklärung nach dem Treffen. Die chinesische Regierung widme der Entwicklung des Fußballs große Aufmerksamkeit und biete starke und nachhaltige Unterstützung an, sagte Xi. Jedoch bleibe die Wettbewerbsfähigkeit und die Beliebtheit des Sports im Land noch weit hinter den großen Fußballnationen zurück.

Xi: Fußball gut für die Gesundheit und den Patriotismus

Das Wesen des Fußballs liege nicht nur im sportlichen Wettbewerb, sondern, was noch viel wichtiger sei, in der Verbesserung der Gesundheit der Menschen und der Förderung von Patriotismus und Kollektivismus, sagte Xi.

In den vergangenen Jahren hat China seinen Plan zur Aufwertung des Fußballs entschlossen umgesetzt und Reformen vorangetrieben. Dazu zählen die Förderung der Fußballkultur, eine Verbesserung des Sportbetriebes im Land, die Einführung eines professionellen und effektiven Managementsystems, eine energische Unterstützung des Jugendfußballs, die Verbesserung der Infrastruktur, beispielsweise der Spielstätten, und die Stärkung des internationalen Austauschs.

Die Bemühungen zielten darauf ab, „das Niveau des chinesischen Fußballs durch solide Arbeit kontinuierlich zu verbessern“, sagte Xi. Zudem solle die Fußballkultur den Menschen „positive Energie beim Streben nach dem chinesischen Traum bieten“, fügte er hinzu. China unterstütze die Bemühungen der FIFA, den Fußball auf der ganzen Welt zu entwickeln.

China hofft auf enge Kooperation mit dem Weltfußballverband

Infantino sagte vor dem Treffen zu Xi: „Es ist mir eine große Ehre Sie zu treffen, denn wir treffen einen echten Fußballfan, mit dem wir über Fußball sprechen können.“ Es gebe nichts Besseres als das, wiederholte Infantino, „außer vielleicht Fußball zu spielen, doch darüber zu sprechen, ist immer fantastisch“, ergänzte er. Wenn die Menschen die Begeisterung und die Leidenschaft über den Fußball teilen, könnten sie eine neue Ära des Fußballs starten, nicht nur in China, sondern auf der ganzen Welt. Xi interessiert sich seit seiner Kindheit für Fußball und ist ein großer Fan des Sports.

Ein Professor der Shanghaier Universität für Sport sagte nach Angaben der China Daily, die Entwicklung des Fußballs würde nicht nur neue Sportlerkarrieren befördern, sondern auch einen positiven Beitrag zur Gesundheit des chinesischen Volkes leisten.

Zhang Qing, Vorstandsvorsitzender von Key-Solution Sports Consulting sagte, zahlreiche Menschen in China hätten großes Interesse an Fußball und die Regierung fördere dies noch weiter. „Dies sind zwei sehr gute Voraussetzungen für die Entwicklung dieser Sportart, und die FIFA ist sich dessen offenbar vollkommen bewusst. Außerdem ist der Fußball ein großer Markt, den man nicht ignorieren kann“, sagte er und fügte hinzu, er erwarte, dass die FIFA konkrete Maßnahmen der Kooperation vorschlagen und dem Land dabei helfen werde, den Sport weiterzuentwickeln.