China wird eine Reihe an Pilotzonen eröffnen, um die Strategie "Made in China 2025" voranzutreiben, wie Premierminister Li Keqiang am Mittwoch auf einer Vorstandsitzung des Staatsrats ankündigte.

Arbeiter an einer Motorfahrzeug-Produktionslinie in einer Fabrik in Qinzhou im autonomen Gebiet Guangxi der Zhuang.

Die Pilotzonen, die als Test für politische und institutionelle Innovation dienen, sollen sich in Industrie-Cluster entwickeln und der neue Wachstumsmotor des Landes sein, wie es in einer Stellungnahme heißt, die nach der Sitzung auf der Website des Staatsrats veröffentlicht wurde.

Mit Stand von Mittwoch haben zwölf Städte die Genehmigung vom Ministerium für Industrie und Information bekommen, um Pilotzonen für die Strategie zu bauen. Einige von ihnen werden auf nationaler Ebene dazu benannt, und ihnen werden begünstigende politische Maßnahmen unter anderem im Bereich Finanzen gewährt. Der Staatsrat versicherte außerdem, die Last von Unternehmen zu reduzieren und ihre jährlichen Kosten durch die Kürzung von Gebühren für Logistik und Service um 120 Milliarden Yuan (15,67 Milliarden Euro) zu senken.

Die Strategie "Made in China 2025" hat in den vergangenen beiden Jahren einen bedeutenden Fortschritt bei der Aufwertung der Wirtschaft des Landes gemacht, heißt es in der Stellungnahme. Chinas erster heimisch entwickelter großer Passagierjet C919 machte seinen Jungfernflug Anfang des Monats in Shanghai. Intelligente Fertigung wird ein Hauptfokus sein, wobei China die Innovationen im Sensor- und Kontrollsystem sowie in der Industrie-Software beschleunigt, heißt es weiter. Die Strategie wird zusammen mit der Internet Plus-Initiative und dem Massenunternehmertum die Aufwertung der Fertigung des Landes hin zu intelligenter, umweltfreundlicher und service-orientierter Fertigung unterstützen.