In dieser „smarten“ Fabrik wird weiße Baumwolle automatisch verarbeitet. Foto: Miao Jiayu, China Daily

Chinas Staatsrat hat am Mittwoch einen Plan beschlossen, mit dem die traditionellen Industrien aufgewertet und die Restrukturierung der Wirtschaft beschleunigt angegangen werden soll. Das Land will einen Schwerpunkt auf „Smart Manufacturing“ legen, indem die Strategien „Made in China 2025“ und „Internet Plus“ mit Unternehmertum und Innovation zusammengeführt werden sollen.

Seitdem die Strategie im Jahr 2015 eingeführt worden war, hat das Land einen stetigen Fortschritt bei den industriellen Kapazitäten, dem Smart Manufacturing, Innovation, Produktqualität und der Markenentwicklung erzielt. Das jüngste Beispiel ist der neue Passagierjet C919, der Anfang des Monats seinen ersten Testflug absolviert hat.

Auf der Sitzung wurde beschlossen, das Smart Manufacturing voranzutreiben und dabei verstärkt neue Technologien einzusetzen, beispielsweise das industrielle Internet, mit dem die Herstellung effizienter und umweltfreundlicher gestaltet werden kann und durch welches Dienstleistungen und Produkte verbessert würden. Nach Angaben des Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie stieg die durchschnittliche Produktivität von Chinas 109 Pilotprojekten im Smart Manufacturing um 38 Prozentpunkte an, während die Kosten um 21 Prozentpunkte sanken.

Li: „Made in China 2025“ hat Realwirtschaft gestärkt

Chinas Premierminister sagte, die „Made in China 2025“-Strategie sei ein integraler Bestandteil von Chinas Reformen der Angebotsseite und von zentraler Bedeutung für die Bemühungen des Landes, die Wertschöpfungskette emporzuklettern. Der Schlüssel dazu sei, sich die Vorteile von Chinas Binnenmarkt zunutze zu machen sowie Grundlagenforschung und Innovation zu fördern, sagte er.

„Die Einführung der Strategie hat die Realwirtschaft gestärkt, insbesondere die Herstellung von Maschinen. Wir sollten uns jedoch auch unserer Schwachstellen bewusst sein, denn ein Großteil unserer Industrien befindet sich im mittleren Feld oder am unteren Ende der globalen Versorgung“, sagte Li.

Die Strategie „Made in China 2025“ war erstmals im März 2015 im Arbeitsbericht der Regierung erwähnt worden. Zwei Monate später veröffentlichte der Staatsrat eine Richtlinie, in der von fünf zentralen Projekten die Rede ist, darunter Smart Manufacturing, sowie zehn Schlüsselfelder, wie etwa neue Materialien.

Regierung genehmigt neue Pilotregionen

Schlüsseltechnologien werden Priorität genießen, darunter unabhängige Forschung und Entwicklung, hieß es in der Erklärung. Zudem solle die innovative Entwicklung in Bereichen wie neue Materialien und Roboter beschleunigt werden.

Am Mittwoch genehmigte das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie fünf Pilotregionen, in denen die Strategie angewendet werden soll. Darunter befinden sich zwölf Städte, wie etwa Ningbo in Zhejiang; und drei Städtecluster, darunter in der Provinz Jiangsu. Einige davon werden bei Investitionen und Finanzen Präferenzbehandlung erhalten.