Ministerpräsident Li Keqiang empfing am Sonntag die IWF-Direktorin Christine Lagarde in der Großen Halle des Volkes in Beijing.

Chinas Ministerpräsident Li Keqiang hat am Sonntag in Beijing die Leiterin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, getroffen. In dem Gespräch bekräftigte Li, sein Land sei in der Lage, die finanzielle Stabilität zu wahren und eine gute Balance zwischen Wachstumspolitik und Schuldenabbau zu finden.

Lagarde nahm am zweitägigen "Gürtel und Straße"-Forum teil, das am Sonntag in der chinesischen Hauptstadt begonnen hatte. Li brachte Chinas Bereitschaft zum Ausdruck, sich künftig noch enger mit dem IWF abzustimmen, für eine globalisiertere Weltwirtschaft einzutreten sowie zur Stärkung von internationalem Handel und Investitionen beizutragen. Zur Währungspolitik seines Landes sagte er, China werde sein Währungssystem des Managed Floatings aufrechterhalten.

Lagarde dankte Li für die Unterstützung Chinas. Der IWF sei bereit, die Kommunikation und Kooperation mit China weiter zu verbessern. Der chinesische Beitrag für den IWF reiche von Multilateralismus bis zur internationalen Kooperation und Handel. Die Wirtschaft des Landes entwickele sich positiv. China verzeichne ein ermutigendes Wirtschaftswachstum, so Lagarde. Das Land betreibe eine umsichtige Regulierung der Finanzmärkte und sein Finanzsystem sei stabil, fügte sie hinzu.

Unterdessen hat der IWF den Ausblick für Chinas Wirtschaftswachstum nach oben korrigiert. Den aktuellen Zahlen zufolge rechnet die Organisation für das Jahr 2017 mit einem Wachstum von 6,6 Prozentpunkten. Dies wären 0,1 Prozentpunkte mehr, als noch im Januar vorausgesagt worden waren. Die verbesserte Einschätzung sei die Folge von Chinas starkem Wachstum und der aktiven Wirtschaftspolitik der Regierung, wie der Währungsfonds in einer Stellungnahme bekannt gab.

Auch die Entwicklung der Weltwirtschaft bewertet der IWF positiv. Das globale Wachstum werde 0,1 Prozentpunkte höher liegen als noch im Januar geschätzt, sagte der IWF-Chefökonom Maurice Obstfeld. Dies gehe vor allem auf die positive Wirtschaftslage in Europa und Asien, insbesondere in China und Japan, zurück.