Guo Yanhong, Leiterin der Abteilung für medizinische Notfälle der Nationalen Gesundheitskommission.

China habe den Höhepunkt des jüngsten COVID-19-Ausbruchs, was die Zahl der Patienten in Fieberkliniken, Notaufnahmen und Intensivstationen angeht, hinter sich gelassen. Nun würden konzertierte Anstrengungen unternommen, um die riesigen ländlichen Gebiete des Landes vor dem chinesischen Frühlingsfest effektiv vor der Krankheit zu schützen, so die Behörden am Donnerstag.

Guo Yanhong, Leiterin der Abteilung für medizinische Notfälle der Nationalen Gesundheitskommission, sagte, dass die Zahl der Menschen, die mit schweren COVID-19-Fällen ins Krankenhaus eingeliefert wurden, bereits am 5. Januar ihren Höchststand erreicht hätte und dann zurückgegangen sei. Die Zahl der Patienten in Fieberkliniken und Notaufnahmen habe am 23. Dezember bzw. am 2. Januar ihren Höhepunkt erreicht und sei seitdem ebenfalls stetig zurückgegangen, sagte Guo auf einer Pressekonferenz.

China hatte Ende November mit der Optimierung seiner COVID-19-Kontrollpolitik begonnen und die Behandlung der Krankheit am 8. Januar von Klasse A auf Klasse B herabgestuft.

„Gegenwärtig verläuft die Behandlung von COVID-19-Patienten stabil und ordnungsgemäß, und die regulären medizinischen Dienste kehren allmählich zur Normalität zurück", erklärte Guo.

Anzeichen für die Rückkehr zur regulären Gesundheitsversorgung seien unter anderem die sinkende Zahl der COVID-19-Fälle bei ambulanten und stationären Patienten sowie die steigende Zahl der Operationen seit Anfang Januar.

Mao Dezhi, ein Beamter des Ministeriums für Landwirtschaft und ländliche Angelegenheiten, ließ wissen, dass der Staatsrat 32 Gruppen entsandt habe, um den Mangel an medizinischem Personal und Medikamenten auf dem Lande zu beheben. Mehr als 1,17 Millionen Pulsoximeter seien landesweit an 600.000 ländliche Kliniken verschickt worden. Die ersten Lieferungen von Sauerstoffgeneratoren für 832 zuvor verarmte Landkreise hätten mittlerweile schon ihr Ziel erreicht, und die Lieferung weiterer Geräte habe am Dienstag begonnen, fügte er hinzu.

„Wir arbeiten auch mit dem Ministerium für Industrie und Informationstechnologie und der Nationalen Gesundheitskommission zusammen, um ländliche Gebiete mit Schmerzmitteln zu versorgen", sagte er und versprach, „alle Anstrengungen zu unternehmen, um jegliche Arten von Engpässen" in ländlichen Gebieten zu beheben.

Neben der Aufstockung der Vorräte an Gütern des täglichen Bedarfs und medizinischen Hilfsmitteln haben die Gemeinden Mao zufolge die Untersuchung von 590 Millionen Landbewohnern abgeschlossen, um den Gesundheitszustand von älteren Menschen, Schwangeren, Kindern und anderen gefährdeten Gruppen zu ermitteln.

Die Beamten auf dem Land seien angewiesen worden, freiwillige Teams zu mobilisieren, um die Verlegung schwer kranker Patienten in höher gelegene Krankenhäuser zu erleichtern, und Erste-Hilfe-Personal und Fahrzeuge vorzubereiten, sagte er.

Guo, die Leiterin der Abteilung für medizinische Notfälle, erklärte, dass mehr als 99 Prozent der Gesundheitszentren auf Gemeindeebene eine Fieberstation eingerichtet hätten und die Belastung der Medikamentenvorräte und des medizinischen Personals gelindert worden sei.

Chang Zhaorui, Forscher am Chinesischen Zentrum für Seuchenkontrolle und -prävention (CDC), betonte, dass die hybride „Deltakron"-Variante - ein Stamm, der Elemente der Delta- und Omikron-Varianten enthält und offiziell den Namen XAY.2 trägt - auf dem chinesischen Festland noch nicht nachgewiesen worden sei.