Das Wachstumspotenzial im Bereich Konsumgüter wird im laufenden Jahr freigesetzt werden. Zu diesem Schluss kommt das Staatliche Amt für Statistik in seinen am Dienstag veröffentlichten neusten Daten. Neue Konsumformate werden sich demnach in China aufgrund der wirtschaftlichen Erholung, die durch optimierte COVID-19-Kontrollmaßnahmen ausgelöst wurde, schneller entwickeln.

Mit der Lockerung der Kontrollmaßnahmen würden die Produktion und das tägliche Leben Schritt für Schritt zur Normalität zurückkehren, so das Staatliche Amt für Statistik weiter. Der Offline-Konsum beschleunige den Prozess weiter.

Im Jahr 2022 beliefen sich die Einzelhandelsumsätze in China auf insgesamt knapp 43,97 Billionen Yuan, nur 0,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Einzelhandelsumsätze in städtischen Gebieten lagen bei rund 38,04 Billionen Yuan, was einem Rückgang von 0,3 Prozent entspricht, während die entsprechenden Zahlen für ländliche Gebiete mit 5,93 Billionen Yuan weitgehend unverändert geblieben sind, wie die Daten zeigen.

„Die Ausweitung der Nachfrage auf dem inländischen Verbrauchermarkt ist eine der Prioritäten in diesem Jahr. Im vergangenen Jahr wurde der Verbrauchermarkt durch die Pandemie gestört, wodurch die Bereitschaft der Einwohner, Geld auszugeben, auch sank“, sagte Kang Yi, Direktor des Staatlichen Amts für Statistik. „Vor diesem Hintergrund hatte die Regierung einige Maßnahmen zur Ankurbelung des Konsums angekündigt, die seither dazu beigetragen haben, den inländischen Verbrauchermarkt zu stabilisieren, der sich im Dezember zu erholen begann.“

Im Jahr 2022 stiegen die Einzelhandelsumsätze mit Waren um 0,5 Prozent auf 39,58 Billionen Yuan. Die Einzelhandelsumsätze des Gaststättengewerbes gingen um 6,3 Prozent auf 4,39 Billionen Yuan zurück. Die Einzelhandelsumsätze mit Gütern des täglichen Bedarfs hingegen sind stetig gestiegen. Der Verkauf von Speiseölen und Lebensmitteln sowie bekannten Markengetränken stieg um 8,7 beziehungsweise 5,3 Prozent.

Einige neue Konsumformate haben sich relativ schnell entwickelt. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz des Online-Einzelhandels landesweit um vier Prozent auf 13,79 Billionen Yuan. Der Einzelhandelsumsatz mit materiellen Gütern erreichte 11,96 Billionen Yuan, was einem Anstieg von 6,2 Prozent entsprach und 27,2 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes ausmachte, so das Staatliche Amt für Statistik.

Chinas riesiges Konsumpotenzial werde durch die mehr als 1,4 Milliarden Einwohner unterstützt. Die Verbesserung der Konsumstruktur des Landes setze sich fort. Außerdem seien neue Konsum-Hotspots entstanden, und neue Konsumformate, die mit dem Internet und digitalen Technologien integriert seien, würden immer schneller wachsen, so Kang.

Die Umsetzung von Maßnahmen zur Ankurbelung des Konsums werde dazu beitragen, die Kaufkraft der Haushalte kontinuierlich zu verbessern, erklärte Kang weiter. Es sei zu erwarten, dass die Größe des Verbrauchermarktes nicht nur wiederhergestellt, sondern verbessert werden könne.