Ausländische Experten sind in China willkommen, erklärte Ministerpräsident Li Keqiang. Die Regierung will größere Anstrengungen unternehmen, um ein günstigeres Umfeld für den Aufenthalt von Expats im Lande zu schaffen.

Die chinesische Regierung begrüße es, wenn mehr ausländische Experten in China arbeiten wollen, erklärte Ministerpräsident Li Keqiang am Mittwoch. Er stellte größere Bemühungen in Aussicht, um ein günstiges Umfeld für Expats zu schaffen und sie im Land zu halten.

Während eines Treffens in Beijing übermittelte der Premierminister im Vorfeld des am Samstag beginnenden Frühlingsfestes den ausländischen Experten in China feierliche Grüße. Er drückte seine Wertschätzung für ihre Beiträge zu Chinas Reform-, Öffnungs- und Modernisierungsbemühungen aus.

Er hoffe, dass ausländische Experten weitere Vorschläge zur Arbeit der chinesischen Regierung machen werden, erklärte Li.

Es werde Bemühungen geben, um die Arbeitsgenehmigungs-, Visa- und Aufenthaltspolitik für ausländische Talente zu optimieren und die Politik in Bereichen wie Steuern, Devisenkauf, Krankenversicherung und Dienstleistungen sowie die Zulassung von Ausländerkindern zur Schule zu verbessern, versicherte der Ministerpräsident.

Nach den Ergebnissen der siebten nationalen Volkszählung, die am 1. November 2020 den Bevölkerungsstand des Landes erfasste, leben derzeit mehr als 845.000 Ausländer in China.

Li betonte, dass China der Entwicklung des Landes und der Welt Priorität einräume, und bekräftigte Chinas Bekenntnis zur Politik der Öffnung und des Festhaltens an marktorientierten Reformen.

China sei bereit, von fortschrittlichen Technologien und Managementpraktiken zu lernen und die umfassende Zusammenarbeit mit anderen Ländern fortzusetzen, um die Stabilität und die Entwicklung der Welt zu sichern, sagte Li.

Nach Angaben des Handelsministeriums erreichten die ausländischen Direktinvestitionen auf dem chinesischen Festland im vergangenen Jahr 1,23 Billionen Yuan (182,13 Milliarden Dollar), was einem Anstieg von 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

In einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung erklärte der Staatsrat, Chinas Kabinett, dass ausländische Investitionen in die Einrichtung von Forschungs- und Entwicklungszentren im Land gefördert werden.

In Bezug auf die Leistung der chinesischen Wirtschaft im vergangenen Jahr erläuterte Li, dass es China trotz heftigen Gegenwinds gelungen sei, Beschäftigung und Preise stabil zu halten. Damit sei eine solide Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung gelegt, betonte der Ministerpräsident.

Nach Angaben des Nationalen Statistikamtes wuchs Chinas Wirtschaft im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent auf ein Rekordhoch von 121,02 Billionen Yuan. Damit übertrifft das Ergebnis das BIP-Wachstum von 2,2 Prozent im Jahr 2020.

Im vergangenen Jahr habe China mehr als 12 Millionen Arbeitsplätze in Städten und Gemeinden geschaffen, wobei die städtische Arbeitslosenquote bei 5,5 Prozent liege, erklärte Li. Er glaubt, dass sich die chinesische Wirtschaft aufgrund der angepassten COVID-19-Politik der Regierung beschleunigt erholen und an Fahrt gewinnen werde, betonte er.