Trotz der zahlreichen unerwarteten Faktoren hielt Chinas Wirtschaft dem Druck stand und blieb insgesamt stabil: Chinas Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent auf ein Rekordhoch von 121,0207 Billionen Yuan (etwa 17,95 Billionen US-Dollar), wie Daten des Staatlichen Amts für Statistik (NBS) vom Dienstag zeigen.

Um diese beeindruckende Wirtschaftsleistung zu ermöglichen, waren harte Anstrengungen notwendig. Das liegt nicht nur an der bereits erreichten Größe der chinesischen Wirtschaft (China ist die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt), die 2020 und 2021 die Marke von 100 Billionen Yuan bzw. 110 Billionen Yuan überschritten hatte, sondern vor allem natürlich an dem Gegenwind, der sich aus der COVID-19-Pandemie und dem Abwärtsdruck in der Weltwirtschaft ergab.

Die chinesische Wirtschaft ist zudem immer enger und stärker mit der restlichen Welt verflochten. In US-Dollar ausgedrückt, stiegen die ausländischen Direktinvestitionen (ADI oder FDI) auf dem chinesischen Festland im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 8 Prozent auf 189,13 Milliarden US-Dollar.

Der Warenhandel belief sich auf insgesamt 42,07 Billionen Yuan, ein Plus von 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, und lag damit das sechste Jahr in Folge weltweit an erster Stelle, wie die Allgemeine Zollverwaltung (GAC) mitteilte. Die Zahl überstieg außerdem zum ersten Mal die Marke von 40 Billionen Yuan, so die GAC.

Im Jahr 2022 bemühte sich China darum, die Seuchenbekämpfung mit der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in Einklang zu bringen, verbesserte kontinuierlich die Qualität seiner Entwicklung, erzielte wesentliche Erfolge bei der wissenschaftlichen und technologischen Innovation, vertiefte die Reform und Öffnung in umfassender Weise und stabilisierte das Beschäftigungs- und Preisniveau.

Die Wachstumsrate von 3 Prozent – im Jahr 2022 gilt dies unter den großen Volkswirtschaften der Welt als relativ hohe Rate - unterstreicht die starke Widerstandsfähigkeit, das enorme Potenzial und die große Vitalität der chinesischen Wirtschaft sowie die wirksame Koordinierung der Seuchenbekämpfung mit der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung.

Da sich China nun in einer neuen Phase der COVID-19-Bekämpfung befindet, sagen Analysten für 2023 trotz verschiedener Herausforderungen ein beschleunigtes Wachstum der chinesischen Wirtschaft voraus. Die internationale Gemeinschaft ist allgemein der Ansicht, dass sich Chinas Wirtschaftswachstum im Jahr 2022 aufgrund der Pandemie und anderer Faktoren zwar verlangsamt hat, die wirtschaftliche und soziale Vitalität Chinas sich jedoch weiter entfalten wird, da die COVID-19-Prävention und -Bekämpfung in eine neue Phase eintritt. Daher werde China auch weiterhin der „Stabilisator" der weltweiten wirtschaftlichen Erholung und der „Motor" des Wachstums sein.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht davon aus, dass China im Jahr 2023 ein stabiles Wirtschaftswachstum erreichen und zum größten positiven Faktor der Weltwirtschaft werden wird.

Borge Brende, Präsident des Weltwirtschaftsforums (WEF), sagte kürzlich, dass Chinas Optimierung seiner Covid-19-Kontrollmaßnahmen zu einem stärkeren Wachstum führen werde, das noch mehr Wohlstand schafft. Außerdem werde dieser Schritt deutlich zum globalen Wachstum beitragen.