Nachdem China kürzlich 20 Maßnahmen zur Optimierung der COVID-19-Prävention eingeführt hat und etliche andere Länder ihre Maßnahmen zum größten Teil aufgehoben haben, kündigen die chinesischen Fluggesellschaften nun an, die Zahl ihrer internationalen Flugverbindungen zu erhöhen. Damit werden voraussichtlich auch die Preise für Flugtickets deutlich sinken.

Die chinesischen Fluggesellschaften haben wieder mehr Vertrauen in den Markt für internationale Flüge, nachdem 20 optimierte Maßnahmen zur Bekämpfung von COVID-19 veröffentlicht wurden. Folglich planen sie nun, die Zahl der internationalen Flugverbindungen zu erhöhen.

Huang Bin, Vorstandssekretär von Air China, sagte bei einem Briefing am Montag, er erwarte, dass die Nachfrage auf diesem Markt vom vierten Quartal dieses Jahres bis zum Beginn des nächsten Jahres leicht ansteigen werde, da viele Länder nach und nach die Aufhebung der Maßnahmen zur Prävention und Kontrolle der Pandemie angekündigt hätten und die chinesische Quarantänepolitik bei der Einreise ebenfalls allmählich gelockert werde.

Nach den Fortschritten bei den bilateralen Verhandlungen zwischen der Regulierungsbehörde für die Zivilluftfahrt und den Partnern in anderen Ländern werde wahrscheinlich auch China Eastern Airlines die Zahl der internationalen Flüge schrittweise erhöhen, ließ Generaldirektor Li Yangmin am selben Tag wissen.

China Southern Airlines hatte für die Winter- und Frühjahrssaison bereits ab dem 30. Oktober einige Strecken von Guangzhou in der südchinesischen Provinz Guangdong nach Europa und Südostasien aufgenommen. Nun kündigte das Unternehmen an, im nächsten Schritt die Zahl der internationalen Strecken von Guangzhou nach Nordamerika zu erhöhen.

Zuvor hatte China am 11. November 20 optimierte Maßnahmen zur wissenschaftlichen und präzisen Seuchenbekämpfung und -prävention im Kampf gegen die COVID-19-Pandemie veröffentlicht. Dazu gehören u.a. verkürzte Quarantänezeiten für Einreisende aus dem Ausland und die Aufhebung von Unterbrechungen für nach China kommende Flüge (Anm. falls zuvor zu viele COVID-19-Infizierten an Bord waren).

Zu den neuen Maßnahmen gehört auch die Verkürzung der Quarantänezeiten für internationale Einreisende und enge Kontaktpersonen von bestätigten Fällen von „7+3“ (d.h. sieben Tage zentrale Quarantäne und drei Tage Gesundheitsüberwachung zu Hause) auf „5+3“. Zudem hat das chinesische Tourismusministerium am Freitag auch die COVID-19-Präventionsrichtlinien optimiert, um den Reise- und Kultursektor zu fördern.

Die Maßnahmen schienen zu einem Anstieg der Suchanfragen nach internationalen Tickets zu führen.

Was den nächsten Schritt betrifft, so sagte Li von China Eastern, dass vor der Pandemie etwa zwei Drittel der Flugkapazität des Unternehmens im Inland eingesetzt worden seien und das Unternehmen auch weiterhin ein relativ ausgewogenes Verhältnis zwischen Inlands- und Regionalflügen aufrechterhalten werde.

Was die Ticketpreise anbelangt, so sagte China Southern voraus, dass die Preise für Flüge in Südostasien angesichts der kommenden Erhöhung der Flugkapazitäten wahrscheinlich sinken werden. Air China hat bereits angekündigt, ab dem 30. Oktober 52 internationale Strecken mit 132 Flügen pro Woche zu bedienen. Geplant sei zudem, noch weitere internationale Strecken aufzunehmen, darunter Beijing nach Johannesburg, Chongqing nach Budapest und Chongqing nach Ho-Chi-Minh-Stadt. Dazu kommen noch die wiederaufgenommenen Strecken wie Beijing nach Singapur und Hangzhou nach Rom.

China Southern Airlines gab bekannt, dass sie in der neuen Flugsaison 47 internationale Strecken mit 203 Städten bedienen werde, darunter die wieder aufgenommenen Strecken von Guangzhou nach New York, Rom und Jakarta. China Eastern Airlines gab an, dass sie 42 internationale Strecken bedienen werde, darunter Shanghai nach Toronto, New York, Paris, Frankfurt, Auckland und Sydney.