(Foto von VCG)

Während in weiten Teilen Nordchinas die Kälte Einzug hält und die Temperaturen kontinuierlich sinken, laufen die Erdgasproduktion und -versorgung auf dem Changqing-Ölfeld auf Hochtouren, um den Bewohnern im Winter eine warme Raumtemperatur zu garantieren. Das im nordwestchinesischen Erdos-Becken gelegene Ölfeld ist Chinas größtes Öl- und Gasfeld, das mehr als 40 Großstädte - darunter Beijing und Tianjin - mit Erdgas versorgt. Um sicherzustellen, dass genügend Erdgas für die diesjährige Winterheizung vorhanden ist, hat das Ölfeld die Produktion bereits sieben Monate im Voraus geplant. Neben dem Changqing-Ölfeld haben auch andere wichtige Energielieferanten in den nördlichen Regionen wie das Daqing-Ölfeld und das Tarim-Ölfeld ihre Produktion auf Hochtouren gebracht, um den Heizbedarf der Haushalte auch in der kalten Winterzeit zu decken.

Als eine der wichtigsten öffentlichen Dienstleistungen für die Menschen in den nördlichen Regionen ist das Heizen im Winter für die chinesischen Behörden immer ein besonders wichtiges Thema im Zusammenhang mit der Sicherung der Lebensgrundlage gewesen. So wurde Anfang dieser Woche ein neuer Schritt unternommen, als der oberste Wirtschaftsplaner der Nation eine stärkere Unterstützung für die vorgelagerten Unternehmen zusagte, um die Erdgasproduktion und -vorräte aufzustocken, damit die Heizbedarfsspitzen im Winter überbrückt werden können.

Die Staatliche Kommission für Entwicklung und Reform (NDRC) erklärte, sie werde die Kommunen auffordern, sich an die entsprechende Preispolitik zu halten, um die Erdgaspreise für die Haushalte relativ stabil zu halten. Ein Sprecher der NDRC, Meng Wei, wies darauf hin, dass die düstere und komplizierte internationale Lage zwar den Druck auf Chinas Energieversorgung während der winterlichen Bedarfsspitzen erhöht habe, das Land aber trotzdem in der Lage sei, die Erdgasversorgung für den Heizbedarf im Winter in diesem Jahr im Allgemeinen sicherzustellen.

Zuvor waren auf einer Ende Oktober abgehaltenen wichtigen Sitzung zum Thema Winterheizung und Energieversorgung die Bemühungen betont worden, die Produktion und Lagerung von Kohle und Erdgas stetig zu erhöhen und die Energiepreise stabil zu halten. Auf diese Weise solle sichergestellt werden, dass die Bewohner auch im Winter warm bleiben.

Offizielle Daten zeigen, dass die Produktion von Erdgas und Kohle in den ersten zehn Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozent bzw. 10 Prozent gestiegen ist.

Die Kohlevorräte in den Kraftwerken des Landes, die traditionell einen wichtigen Energieträger zum Heizen darstellen, liegen seit September bei über 170 Millionen Tonnen, so dass die Nachfrage nach Kohle zum Heizen und zur Stromerzeugung ausreichend gedeckt sei, so die Nationale Energiebehörde.Darüber hinaus ist China bestrebt, seinen Energiemix für die Winterheizung zu diversifizieren, um den Übergang zu einem kohlenstoffarmen Energiesektor zu beschleunigen.

Schon jetzt wird Kernenergie, die als saubere Option für die künftige Energieversorgung gilt, in den nordchinesischen Regionen als alternative Energiequelle zum Heizen eingesetzt. Anfang dieses Monats wurde ein Heizungsprojekt eines Kernkraftwerks in der nordostchinesischen Provinz Liaoning offiziell in Betrieb genommen, das fast 20.000 Anwohner mit Wärme versorgt.

Durch den Ersatz von 12 kohlebetriebenen Heizkesseln soll das Projekt jährlich 14.100 Tonnen Kohlendioxidemissionen (CO2) einsparen und die Wärmeabgabe an die Umwelt wirksam verringern.