China werde ausländischen Talenten noch vorteilhaftere Bedingungen und hochwertigere Dienstleistungen bieten, um in China zu arbeiten, und ihr Forschungsumfeld sowie ihre Innovationsplattformen noch stärker unterstützen, kündigte der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang am Freitag an.

Der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang trifft sich am 30. September 2022 in der Großen Halle des Volkes in Beijing mit ausländischen Experten, die den „Freundschaftspreis 2022“ erhalten haben. Diese Auszeichnung wird jährlich von der chinesischen Regierung zu Ehren herausragender ausländischer Experten in China verliehen. (Foto von Xinhua)

Li machte diese Äußerungen in der Großen Halle des Volkes in Beijing bei einem Treffen mit ausländischen Experten, die mit dem „Freundschaftspreis 2022“ ausgezeichnet worden waren, mit dem die chinesische Regierung jährlich herausragende ausländische Experten in China ehrt. Er würdigte bei dem Anlass auch den Beitrag ausländischer Experten zur Reform und Öffnung Chinas sowie zum Austausch zwischen China und anderen Ländern.

Der Ministerpräsident wies darauf hin, dass China immer noch das größte Entwicklungsland der Welt sei und seine Modernisierung eine lange und schwierige Aufgabe darstelle. Unabhängig von der internationalen Lage werde sich China darauf konzentrieren, seine eigenen Angelegenheiten gut zu regeln und ein gutes Leben für das chinesische Volk zu gewährleisten.

In diesem Jahr sei die chinesische Wirtschaft aufgrund unerwarteter Faktoren zwar erneut unter Druck geraten, habe sich aber insgesamt stetig erholt, berichtete Li: „Wir sind zuversichtlich und in der Lage, die Wirtschaft in einem vernünftigen Rahmen zu halten und eine nachhaltige und gesunde wirtschaftliche Entwicklung zu fördern."

Li wies darauf hin, dass China seine rasche Entwicklung den Reformen und der Öffnung verdanke, und versicherte, dass diese Reformen noch weiter vertieft würden und China sich noch weiter öffnen und dem Wachstum noch stärkere Impulse verleihen werde.

„Wir werden die Reformen kontinuierlich vertiefen, um Macht zu delegieren, die Verwaltung zu straffen und die staatlichen Dienstleistungen zu optimieren, alle Arten von Marktteilnehmern gleichberechtigt zu behandeln und ein marktorientiertes und gesetzesbasiertes internationales Geschäftsumfeld zu fördern", machte er klar. China werde außerdem die globale Zusammenarbeit im Bereich der wissenschaftlichen und technologischen Innovation mit einer offeneren Haltung fördern und die Erfolge im Bereich Innovationen zum Nutzen der ganzen Welt vorantreiben.

Anschließend bezeichnete Chinas Ministerpräsident ausländische Experten als „Boten der Freundschaft“ und machte klar, dass sie wichtige Verbindungen zwischen China und der Welt darstellen würden. China lade ausländische Experten daher dazu ein, sich auf verschiedene Weise an Chinas Modernisierungsbestrebungen zu beteiligen.

Die Preisträger bedankten sich ihrerseits bei Li und der ganzen chinesischen Regierung und erklärten sich bereit, weiterhin zur Entwicklung Chinas und zum Austausch zwischen China und der Welt beizutragen.

Auf Einladung von Li nahmen die ausländischen Experten später noch an einem Empfang zur Feier des 73. Jahrestages der Gründung der Volksrepublik China teil. An dem Treffen nahmen auch die stellvertretenden MinisterpräsidentenHan Zheng und Liu He teil.

Liu, der auch Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei (KP) Chinas ist, überreichte den Preisträgern den Freundschaftspreis und hielt eine Rede bei der Verleihungszeremonie, die ebenfalls in der Großen Halle des Volkes stattfand.

In diesem Jahr wurde der Preis an 49 ausländische Experten aus 21 Ländern verliehen. Der Freundschaftspreis ist die höchste Auszeichnung für ausländische Experten, die einen herausragenden Beitrag zu Chinas Modernisierungsbestrebungen geleistet haben. Seit seiner Einführung im Jahr 1991 haben insgesamt 1.848 ausländische Experten den Preis erhalten.