China ist im Globalen Innovationsindex (GII) 2022 auf den 11. Platz vorgerückt und bleibt damit die einzige Volkswirtschaft mit mittlerem Einkommen unter den Top 30. Dies geht aus der jüngsten Rangliste hervor, die von der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Der GII, eine jährliche Rangliste, die die Innovationskapazität und -leistung der Volkswirtschaften der Welt vergleicht, zeigt, dass die Schweiz zum zwölften Mal in Folge weltweit führend im Bereich Innovation bleibt, gefolgt von den USA, Schweden, dem Vereinigten Königreich und den Niederlanden.

China, das in den Jahren 2020 und 2021 noch auf Platz 14 bzw. 12 rangierte, stieg 2022 weiter auf Platz 11 auf und befindet sich nun an der Schwelle zu den Top 10 der innovativsten Volkswirtschaften der Welt.

„Chinas Wachstum (im GII-Ranking) von Platz 34 vor zehn Jahren auf Platz 11 (im Jahr 2022) ... ist wirklich spektakulär. Die große Aufmerksamkeit, die die Regierung und das Land der Innovation als Wachstumsmotor widmen, zahlt sich aus", betonte WIPO-Generaldirektor Daren Tang während der Präsentation des diesjährigen GII-Berichts vor den Medien.

„Die chinesische Regierung nimmt geistiges Eigentum (IP) sehr ernst. Sie verfügt über Fünfjahres-Strategiepläne, in denen sie in der Lage ist, die IP-Politik mit allen damit verbundenen Elementen zu harmonisieren. China pflegt sein Innovations-Ökosystem auf ganzheitliche, umfassende Weise", erklärte er.

Der GII zeigt auch, dass Forschung und Entwicklung (F&E) und andere Investitionen, die innovative Aktivitäten weltweit vorantreiben, im Jahr 2021 trotz der COVID-19-Pandemie weiter boomten. Die Unternehmen, die weltweit am meisten für F&E ausgeben, erhöhten ihre Ausgaben im Jahr 2021 um fast zehn Prozent auf über 900 Milliarden US-Dollar und damit sogar stärker als im Jahr vor der Pandemie 2019.

Der Anstieg wurde vor allem von vier Branchen getragen: Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT), Hardware und elektrische Geräte, Software und IKT-Dienstleistungen, Pharmazeutika und Biotechnologie sowie Bauwesen und Industriemetalle.

Die Investitionen in die globale F&E stiegen 2020 zwar um 3,3 Prozent, verlangsamten sich aber gegenüber den historisch hohen 6,1 Prozent von 2019. Die staatlichen Haushaltszuweisungen für die Volkswirtschaften mit den höchsten F&E-Ausgaben wiesen 2020 ein starkes Wachstum auf. Für 2021 ergibt sich jedoch ein uneinheitlicheres Bild: So stiegen in Südkorea und Deutschland die Ausgaben, während sie in den USA und Japan gesunken sind.