Niemand solle erwarten, dass China zusieht, wie seine nationalen Interessen untergraben werden, sagte Chinas Vize-Außenminister Ma Zhaoxu am Donnerstag. Die chinesischen Diplomaten würden auch weiterhin die Interessen des Landes und des Volkes mit Hingabe vertreten, erklärte er.

Chinas Vizeaußenminister Ma Zhaoxu auf einer Pressekonferenz in Beijing (Foto: mfa.gov.c)

„Was wir der Welt sagen wollen, ist, dass die Ära, in der sich die chinesische Nation von anderen schikaniert lässt, längst vorbei ist. Keine Kraft kann Chinas Entwicklung aufhalten“, sagte Vizeaußenminister Ma Zhaoxu auf einer Pressekonferenz in Beijing. Niemand solle erwarten, dass China die bittere Pille schlucke, tatenlos zuzusehen, wie die nationalen Interessen des Landes von anderen untergraben werden. „Die chinesischen Diplomaten werden auch weiterhin mit Hingabe die Interessen des Landes und des Volkes vertreten“, erklärte Ma.

Die Pressekonferenz war die jüngste in einer Reihe, die von der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas abgehalten wurden, um die Errungenschaften zu überprüfen, die die Partei in den letzten zehn Jahren in verschiedenen Bereichen im Vorfeld des 20. Parteitag der KP Chinas erzielt hat, der am 16. Oktober in Beijing stattfinden soll.

Seit dem 18. Parteitag der KP Chinas habe China seine nationalen Interessen und seine Würde in Grundsatzfragen entschieden verteidigt und keinen Raum für Zugeständnisse in Fragen im Zusammenhang mit Taiwan, Hongkong, Xinjiang, Tibet, dem Südchinesischen Meer und den Menschenrechten gelassen, betonte der Vize-Außenminister.

Er wies darauf hin, dass sieben Mal in Folge antichinesische Vorstöße im UN-Menschenrechtsrat und im Dritten Ausschuss der UN-Generalversammlung abgelehnt worden seien und über 100 Länder Chinas gerechte Positionen unterstützt und sich dagegen ausgesprochen hätten, die Menschenrechte als Vorwand für eine Einmischung in Chinas innere Angelegenheiten zu benutzen.

„Was wir ablehnen, sind Hegemonie und Schikane. Wir stehen für internationale Fairness und Gerechtigkeit“, erklärte Ma.

China bemühe sich um eine Reform des Global Governance-Systems zur globalen Zusammenarbeit, um es fairer und vernünftiger zu machen, nicht um sein „eigenes Süppchen zu kochen“, wie von einigen fälschlicherweise behauptet wird.

„Unabhängig davon, wie sich die internationale Landschaft verändert, bleiben Chinas Maßnahmen zur Förderung der multilateralen Zusammenarbeit unverändert“, betonte Ma mit dem Hinweis darauf, dass China ein Partnerschaftsnetzwerk über den gesamten Globus aufgebaut und bis heute diplomatische Beziehungen zu 181 Ländern aufgenommen hat.

Guo Yezhou, Vizeminister der Internationalen Abteilung des Zentralkomitees der KP Chinas, der ebenfalls an der Pressekonferenz am Donnerstag teilnahm, sagte, die Partei habe in den letzten zehn Jahren unermüdlich daran gearbeitet, das globale Partnerschaftsnetzwerk der politischen Parteien zu stärken.

„Die KP Chinas unterhält Kontakte verschiedener Art mit mehr als 600 politischen Parteien und Organisationen weltweit“, sagte er.

Nachdem die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, der Region Taiwan einen Besuch abgestattet hatte, brachten laut Guo mehr als 500 politische Parteien, Denkfabriken und soziale Organisationen aus 150 Ländern ihre feste Unterstützung für das Ein-China-Prinzip zum Ausdruck.

„Der Zweck unserer Bemühungen, Dialoge und Kommunikation mit ausländischen politischen Parteien zu führen, besteht darin, unsere jeweiligen Lenkungsfähigkeiten zu verbessern, um gemeinsam die Effizienz der globalen Zusammenarbeit zu fördern“, sagte Guo.