von Wang Ran, Beijing

Die chinesischen Außenhandelsunternehmen hätten deutlich mehr Selbstvertrauen und weiterhin eine starke Widerstandsfähigkeit gezeigt, zitierte Sun Xiao, Sprecher des Chinesischen Rats zur Förderung des Internationalen Handels (CCPIT), einen Bericht seines Hauses zur Außenhandelssituation der chinesischen Unternehmen auf einer regelmäßigen Pressekonferenz am Donnerstag in Beijing.

Sun Xiao, Sprecher des Chinesischen Rats zur Förderung des Internationalen Handels (CCPIT), auf einer regelmäßigen Pressekonferenz seines Hauses am Donnerstag in Beijing (Foto von CCPIT)

Laut Sun zeigten 2.043 gültige Fragebögen, dass 45,1 Prozent der befragten Außenhandelsunternehmen angaben, dass sich ihr Vertrauen in die Entwicklung des Außenhandels im dritten Quartal allmählich erholen würde. 30,31 Prozent der Befragten erwarteten, dass ihr jährliches Handelsvolumen im Jahresvergleich steigen würde, was einen Anstieg um 4,09 Prozentpunkte im Vergleich zum zweiten Quartal bedeutet. Große und mittlere Unternehmen sehen die Außenhandelssituation für das Gesamtjahr im Durchschnitt etwas optimistischer, während die Erwartungen der kleinen und kleinsten Unternehmen weiterhin relativ schwach seien. Trotzdem hätten sich auf ihre Erwartungen im Vergleich zum zweiten Quartal verbessert.

Die Umfrage zeigt zudem, dass sich sowohl das Exportvolumen als auch der Gewinn der Außenhandelsunternehmen auf einem guten Niveau bewegen. Das Handelsvolumen von 22,69 Prozent der befragten Unternehmen stieg von Monat zu Monat, und die Gewinne von 19,52 Prozent der Unternehmen haben eine Steigerung im Vergleich zum letzten Monat verzeichnet. Die Exportgewinne von Industrien mit hoher Wertschöpfung seien erheblich gestiegen. Das Außenhandelswachstum von Unternehmen aus den Sektoren Eisenbahn, Schifffahrt, Luft- und Raumfahrtausrüstung, Papierherstellung und Papierprodukten, Spezialausrüstungsherstellung, Automobile und anderen Industrien sei relativ stark ausgefallen, wobei 40 Prozent, 39,29 Prozent, 35 Prozent und 28,28 Prozent der Unternehmen einen Anstieg von Exportgewinnen im Vergleich zum Vormonat verzeichnet hätten.

Mit der Vertiefung des Verständnisses der Unternehmen für die Regional Comprehensive Economic Partnership (RCEP: Regional umfassende Wirtschaftspartnerschaft) sei ASEAN zum größten Quellmarkt für die Außenhandelsaufträge chinesischer Unternehmen geworden. Die drei wichtigsten Quellen für neue Aufträge für Außenhandelsunternehmen im dritten Quartal sind ASEAN, die Europäische Union (EU) und die USA, die jeweils 30,6 Prozent, 30,55 Prozent und 25,29 Prozent ausmachen.

Chinas Außenhandelsunternehmen hätten außerdem hohe Erwartungen an neue Handelsformen und neue Modelle: 46,7 Prozent der Unternehmen glauben demnach, dass umfassende Außenhandelsdienstleistungen den größten Effekt auf die Exportförderung hätten, während 22,52 Prozent der Unternehmen der Meinung sind, dass grenzüberschreitender E-Commerce eine größere Rolle spiele.

Die Vereinigten Staaten: nach wie vor der Hauptinitiator globaler Wirtschafts- und Handelskonflikte

Auf der Pressekonferenz veröffentlichte Sun auch den globalen Wirtschafts- und Handelsfriktionsindex für Juni. Die Daten zeigen, dass der globale Wirtschafts- und Handelsfriktionsindex im Juni mit 273 auf einem sehr hohen Niveau lag - 90 Punkte höher als im Vormonat und sogar 91 Punkte höher im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Auf die einzelnen Länder heruntergebrochen gebe es sechs Länder mit einem hohen globalen Wirtschafts- und Handelsfriktionsindex: Indien, die USA, Indonesien, EU, Brasilien und England. Chinas globaler Wirtschafts- und Handelsfriktionsindex fiel dagegen auf 0 und verharrt damit weiterhin auf einem niedrigen Niveau.

Die Daten aus den ersten sechs Monaten dieses Jahres zeigen, dass der globale Wirtschafts- und Handelskonfliktindex in der ersten Hälfte dieses Jahres auf einem hohen Niveau geblieben sei. Die Vereinigten Staaten seien immer noch der Hauptverursacher globaler Wirtschafts- und Handelskonflikte. Die negativen Auswirkungen der Ukraine-Krise seien zu einer neuen Ursache für wirtschaftliche und handelspolitische Spannungen geworden. Die Produktpalette, die von den Spannungen betroffen ist, wird immer größer. Die Auswirkungen wirtschaftlicher und handelspolitischer Spannungen breiten sich auf die Stabilität der Lieferkette, die Ernährungssicherheit, die Sicherheit von Finanztransaktionen und noch viele weitere Bereiche aus.