Der amerikanische Außenminister Antony Blinken (Foto von VCG)

Der amerikanische Außenminister Antony Blinken hat am Donnerstag am Rande der Generalversammlung der Vereinten Nationen Vertreter der PBP-Länder empfangen. PBP steht für Partners in the Blue Pacific und ist ein neugeschmiedetes Bündnis der USA. Analysten wiesen darauf hin, dass es sich dabei um eine weitere kleine Clique handelt, die von den USA zusammengestellt wurde, um ihre Indopazifik-Strategie voranzutreiben. Diese verfolge das Ziel, China aus der Region zu verdrängen und Chinas Zusammenarbeit mit den Inselstaaten im Pazifik zu behindern. Eine solche kleine Clique werde den Inselstaaten in der Region jedoch keinen Nutzen, sondern nur Instabilität bringen.

Informationen über die PBP-Veranstaltung wurden Anfang dieser Woche bekannt. Einige westliche Medien berichteten, dass sich das Treffen auf die Koordinierung der Hilfe im Pazifik konzentrieren werde, um diejenigen Länder in der Region zu unterstützen, die sich einer „existenziellen“ Bedrohung durch den Klimawandel und den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Wirtschaft gegenübersehen.

Die PBP wurde im Juni von den USA, Australien, Japan, Neuseeland und dem Vereinigten Königreich gegründet. Berichten zufolge erwägen auch Südkorea, Frankreich und Deutschland einen Beitritt.

Da die PBP nur den Namen, nicht aber den Inhalt ändere, sei sie ein weiterer kleiner Klüngel, den die USA zusammengestellt hätten, um China einzudämmen, sagte Chen Hong, Präsident der Chinesischen Vereinigung für Australische Studien und Direktor des Zentrums für Australische Studien an der East China Normal University, am Donnerstag der Global Times.

Die Indopazifik-Strategie der USA habe keine großen Erfolge erzielt, da einige Länder, beispielsweise Indien, nicht aktiv darauf reagiert hätten. Deshalb hätten die USA weitere kleine Cliquen wie AUKUS, QUAD und die PBP vorangetrieben, sagte Chen.

Während einer Veranstaltung in New York sagte der Indopazifik-Koordinator des Weißen Hauses, Kurt Campbell, man habe in den letzten Jahren ein „ehrgeizigeres China gesehen, das versucht, militärische Fußabdrücke und Ähnliches im Indopazifik zu entwickeln, was bei Partnern wie Australien und Neuseeland eine gewisse Besorgnis hervorgerufen hat“, wie Reuters berichtete.

Zhou Fangyin, Professor am Guangdong Research Institute for International Strategies, sagte, die USA hätten verschiedene kleine Cliquen gebildet, um ihre Indopazifik-Strategie in alle Richtungen voranzutreiben, um China einzudämmen, wobei jede Clique einen anderen Schwerpunkt habe, von Militär und Geheimdienst bis hin zu wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Zusammenarbeit. Die PBP zielt auf den Bereich der Sicherheit ab.

Nachdem China und die Salomonen einen Sicherheitspakt unterzeichnet hatten, schienen die USA besorgter und wachsamer über Chinas zunehmenden Einfluss in der Pazifikregion zu werden, was ihre Nullsummen-Mentalität widerspiegelt, so Zhou.